Aus dem Grabungstagebuch ...

Mi

18

Jan

2017

Puzzlen, kleben, modellieren ...

... viele Knochen, ein Cartoon und Schneechaos.

 

Hier ein Lagebericht aus unserem Winterlager. Schon im Herbst hatten wir begonnen, an den Funden aus dem Waldboden vom Schurf an der Rampe (2015) zu arbeiten. Es kamen unter anderem ca. 100 kleine Knochen- und Zahnreste zum Vorschein, welche alle dokumentiert wurden. Daraus entstanden ein Report für Wissenschaftler, die sich mit solchen Dingen beschäftigen und natürlich der letzte Blogeintrag.

 

Die 2016 geborgenen Fossilien wurden zusammengebaut, insofern sie nicht noch trocknen müssen. Die Funde waren zwar nicht besonders gut erhalten, aber dennoch spannend. Ein Cordaitenblatt-Fund ist z.B. an sich nichts ungewöhnliches, wenn man ihn im Blatthorizont (LE2b) macht. Dieses Blatt allerdings lag in der Schicht, die von einer Glutwolke abgelagert wurde (LE3) und war mehr als 36cm lang. Normalerweise wäre zu erwarten, dass ein „Pyroclastic Flow“ kurzen Prozess mit einem solchen Blatt macht. Und witzigerweise lässt sich diese Zerstörungskraft auch direkt am Nachbarfossil beobachten. Offenbar handelt es sich dabei um einen längs aufgespaltenen Cordaitenast. Da gibt es wohl für die Wissenschaft noch einiges zu grübeln. Schaut Euch die Fotos an, vielleicht habt Ihr ja eine Idee? ;)

 

Und dann gibt es natürlich noch „Altlasten“. Wir haben uns an den großen Stamm („Mammut“) gewagt und einen Abschnitt entnommen. Dieser wurde zu Testzwecken zusammengebaut. Offenbar läuft eine horizontale Scherfläche durch das Kieselholz, was die Sache insgesamt erschweren wird. Überraschenderweise ist der Stamm auch nicht so kompakt wie er in der Grabung aussieht, sondern weitgehend hohl. Spannend, aber das wird echt tricky! Nächster Präparationskandidat: „Cordi“, Ihr erinnert Euch? Seit über zwei Jahren liegen die Tuffschalen-Puzzle und Kieselholzreste nun schon in unseren Kisten. Jetzt endlich konnten sie zusammengebaut werden. Zum Vorschein kommt ein Kieselholzast, der seinen üppigen Informationsgehalt erst in Abguss und Rekonstruktion zeigt. Ein super Exponat für Besucher! Aber seht selbst.

 

Momentan geizt Frau Holle ja nicht gerade mit weißem Pulver. Für Kinder die reinste Freude, für den Rest wird es bei etwa 40cm Schneehöhe schon etwas anstrengend, nicht nur auf der Straße. Natürlich muss das Grabungszelt beräumt werden, was recht schweißtreibend ist und jeweils etwa 3-4 Stunden dauert. Wenigstens hat sich diesmal der Einbau der Winterstützen gelohnt. Langsam wissen wir nur nicht mehr wohin mit dem vielen Schnee.

 

Demnächst geht es für Ralph noch mal ins Museumsmagazin auf eine Inventarisierungsrunde und Linda schraubt an ihrem Cartoon weiter. Um was es sich dabei handelt, wird heute mal noch nicht verraten. Na ja und dann wird es sicher auch irgendwann wieder Frühling und alles beginnt von vorn.

 

 

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Di

20

Dez

2016

Best of Bones and Merry Christmas

Ho Ho Ho *<:-)

Zum offiziellen Winteranfang haben wir hier eine kleine Auswahl an fossilen Resten für euch zum bestaunen. Es sind unter anderem Pflanzen- als auch Knochenreste dabei, die im Sommer 2015, auf dem Grabungsgelände entnommen wurden.

Und natürlich wünscht euch das ganze Grabungsteam eine beschauliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in's neue Jahr ;)

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Di

01

Nov

2016

Last ...

... but not least.

 

Und da war die Clara weg. :(

Willkommen im Team, Linda! :)

 

Und wie sich das so gehört, geht es am ersten Tag auch schon richtig zur Sache. Die Bauarbeiten auf der Grabung starten gerade, also werden das Vorzelt und die Infotafel auf der Südseite kurzerhand demontiert.  Dann geht’s los für die Jungs von der Baufirma. Es sind immerhin knapp 600 Pflanzkübel und über ein Dutzend Gabionen zu setzen, eine sportliche 6 Wochen-Herausforderung!

 

In der Zwischenzeit „vergnügen“ wir uns mit dem Abbau und der Dokumentation der basalen Schichten in Sektor I. Der reichliche Quadratmeter ist sicherlich kein Quantensprung in Sachen Materialabbau, dafür aber eine dokumentarische Herausforderung. Wieder finden wir Dinge, die wir so noch nicht gesehen hatten. Was das genau ist schauen wir uns im Winter an. Immer wieder sind Flächen zu messen, da wir in dem Bereich bis zum Waldboden durch alle unteren Schichten gehen. Im „Blatthorizont“ wird’s dann spannend. Hier liegt ein kleiner, verkieselter Schachtelhalmstamm mitten in der Schicht. Ob da noch Abdrücke von ansitzenden Zweigen und Blättern oder gar Zapfen zu finden sind, wird sich zeigen. Vorsichtshalber haben wir wirklich alles eingepackt und dabei gleich noch eine weiterentwickelte Entnahmeprozedur ausprobiert.

 

Und was rumort da in der Präparation? Wir konnten Jörg für die Einrichtung eines Stichelarbeitsplatzes und einer Sandstrahlkabine samt Absaugung und Kompressor mit Schallschutzkabine gewinnen. Im nächsten Jahr könnte es also Präparationen unter den Augen der Besucher geben! Und dann lief uns noch Michael Stache von der Uni Halle über den Weg. Der junge Mann beschäftigt sich intensiv mit 3D-Scans. Erste Tests mit seinem Handscanner verliefen mehr als zufrieden stellend. Ich fürchte wir brauchen auch so ein „Ding“. ;)

 

Der „Nebenbei-Rest“ war mannigfaltig: Infotafel für das Lithophon und neue T-Shirts entwerfen, Waldboden durchklopfen, Knochen- und Wurzelfunde nummerieren/dokumentieren, Kindergrabung für den Winter abdecken, Zelte abbauen und einlagern, Winterstützen im Grabungszelt einbauen und die vielen, vielen kleinen Dinge rundherum. Und dann gab es noch die Sachen, die wir schon immer mal machen wollten, die aus Zeitgründen aber immer „hinten runter“ gefallen sind. So entstand die „Wall of Fame“ dank Linda und Marcel als verstetigte Erinnerung an unsere ehemaligen Teammitglieder. Mit Bilderrahmen aus Materialien des Grabungsalltags. Wundervoll!

 

Nun gut. Die in vielerlei Hinsicht merkwürdige Saison ist vorbei und wir ziehen wieder ins Winterlager um. Ein schnell nahendes Highlight wird die neue Sonderausstellung „Rock Fossils“ im Museum, bei der unsere Hilfe benötigt wird. Wie es danach weitergeht, könnt Ihr dann in unserem Blog lesen. ;)

 

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Di

30

Aug

2016

FÖJ-Projektreport

Clara am Ende. ;)

 

Bevor morgen mein FÖJ endet, will ich mich zum Abschluss noch einmal melden. Wie jeder FÖJ’ler hatte auch ich ein Jahresprojekt. Ich habe einen Teil einer „Blatthorizont“-Fläche bearbeitet, vom Puzzeln und Kleben über die Präparation bis zum Bau von Transportböden.

 

Angefangen habe ich mit Puzzeln im November 2015 und die letzten Dokufotos habe ich jetzt im August 2016 gemacht, es war also ein sehr ausdauerndes Thema.  ;-) Der „Blatthorizont“ entstand während des ersten Aschefalls beim Vulkanausbruch; dabei sind alle (?) Blätter von den Bäumen gerissen, luftdicht mit Asche bedeckt und versteinert worden. Die von mir bearbeitete Fläche wurde letztes Jahr im Mai entnommen und gesäubert,  ist  etwa 1m² groß und in vier Teilflächen unterteilt.

 

Zu Beginn des Puzzelns, wenn noch viele große Stücke da sind, die auch gut zusammenpassen, macht es Spaß, da man einen Fortschritt sieht, aber wenn sie immer kleiner werden und nichts mehr wirklich passen will, kann es ziemlich mühevoll werden. Doch irgendwann hat man’s geschafft und die Fläche ist fertig gepuzzelt und zusammengeklebt. Dann habe ich mit dem Füllen der Unterseiten weiter gemacht, damit die Stücke stabiler werden. Das war zumindest die Theorie, leider hat es in der Praxis nicht ganz so gut funktioniert. Nachdem  ich das Füllen für beendet erklärt hatte, fing ich an zu präparieren.  Das war nach dem mühevollen Füllen und dem unendlichen Puzzle eine spannende Abwechslung,  für die ich viel Geduld und Fingerspitzengefühl brauchte. Mit Druckluftsticheln habe ich die Blätter, die im Tuff eingebettet sind, freigelegt. Meistens sind das Cordaiten-Blätter, einige Schachtelhalmblättchen waren auch dabei. Das Präparieren hat, genauso wie das Puzzeln, viel Zeit in Anspruch genommen, da man immer durch ein Mikroskop gucken und sehr genau und vorsichtig arbeiten muss. Eine sehr staubige Angelegenheit. Nach der Präparation mussten noch Transportböden für die Flächen gebaut werden, damit ich sie zum FÖJ-Abschlusstag gestern mitnehmen konnte. Für die Bodenform habe ich Theaterbauschaum benutzt, aber der Bau ist sehr aufwendig und muss für andere Flächen und Stücke vereinfacht werden. Zum Schluss mussten nur noch Abschlussfotos gemacht werden, jetzt ist mein Projekt fertig.

 

Es war eine sehr viel Geduld benötigende, aber auch sehr spannende Aufgabe, da ich zu Beginn nicht wusste, was sich in den Steinen verbirgt und bei jedem einzelnen Schritt etwas Neues entdecken konnte. Ich habe natürlich auch jeden Schritt protokolliert und das hilft dann hoffentlich bei der Bearbeitung der nächsten Blatthorizontfläche.  ;-)

 

Clara

 

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Mo

08

Aug

2016

Die Bretter...

... die's im Zelt bedeuten.

 

Die Museumsnacht ist vorbei und es zieht etwas Ruhe ein. Naja, wir waren nicht ganz untätig. Einerseits zwingt uns das sprießende Grün permanent in die Knie, um mal noch ein Wortspiel zu bemühen. Andererseits gibt’s wie immer was zu bauen.

 

Irgendwie liegt es wohl an der Witterung, dass das Grünzeug so gut wächst. Leider sind es (erstens) die falschen Pflanzen und (zweitens) die falschen Orte an dem sich die grünen Plagen breit machen. So wird an vielen Stellen Unkraut gezupft, während an anderen Stellen neu gepflanzt werden muss. Eine kleine Entschädigung gab es von wild gewachsenen Walderdbeeren an der Nordböschung, welche vorzüglich mundeten.

 

Ja, und nebenher war es Zeit, unser Grabungsfeld etwas aufzupeppen. Der große Schurf wurde endlich verfüllt und wir haben uns um die Entwässerung gekümmert (das klingt hier irgendwie zu einfach, merke ich gerade ;-P ). Um alle restlichen Lampenabdeckungen anzubringen, musste noch etwas Tuff entfernt werden, was unseren ersten Container in diesem Jahr ganz gut gefüllt hat. Eine um das Grabungsfeld laufende schwarzgelbe Linie zeigt jetzt genau an, wo man laufen darf und wo nicht. Dann noch ein wenig am Laufsteg in der Grabung gewerkelt (Bretter, Bretter, Bretter!) und zack: sind wir für die Zukunft erstmal gerüstet.

 

Was war noch? Ach ja. In diesem Jahr gibt es leider keine Grabungssaison mit Praktikanten, auch die Öffnung für Besucher am Tag des Geotops steht auf der Kippe (mehr dazu dann auf der Website und bei Facebook). Auf dem Gelände werden ein paar Bauarbeiten stattfinden, welche vor allem eine Böschung nördlich vom Zelt und die alte Kinomauer betreffen. Die muss jetzt endlich mal stabilisiert werden, bevor jemand zu Schaden kommt. Dafür gab‘s und  gibt’s natürlich noch einiges vorzubereiten. An unseren Funden bleiben auch noch ein paar Sachen zu tun und irgendwann wird uns sicher auch die Lust aufs Eimerschleppen packen. Langweilig wird’s also nicht wirklich. ;-)

 

Ralph

 

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Mo

23

Mai

2016

Museumsnacht 2016

ein Rückblick.

 

Der Winter ist ja nun endgültig vorbei, was man an all dem Grün unschwer erkennen kann. Nach einem kleinen „Inventarisierungs-Intermezzo“ im Museumskeller (März/April) hieß es daher: Nix wie raus zu unserer Lieblingsgrabung! Also alles zusammengepackt und los. Unterstützung gab es von Max, unserem Schülerpraktikanten. Infotafeln anbauen, Winterstützen raus, Lithophon bestücken, Kindergrabung aus dem Winterschlaf erwecken und vieles, vieles mehr war zu erledigen. Zur Belohnung durfte Max auf Knochensuche im Waldboden gehen, was er dann auch erfolgreich tat.

 

Ja, und dann ging es schon an die Vorbereitung zur Nacht der Nächte. Wir hatten uns vorgenommen, unseren Besuchern einmal die Grabungsrealität zu zeigen, sprich wie es hier aussieht wenn wir grad am buddeln sind. Bilder sagen ja mehr als tausend Worte, also schaut Euch an wie es geworden ist. In der Präparation wurde der Arbeitsstand zu Claras FÖJ-Projekt gezeigt. Die schon ziemlich umfangreich präparierte Blatthorizont-Fläche wurde allseits bestaunt. Und auch die Kids konnten sich austoben, denn die Kindergrabung wurde nun doch geöffnet und von Clara und Ingrid super betreut. Dem Hunger und Durst hatte der Freundeskreis des Museums wieder mit Bratwurst, Bier & Co. den Kampf angesagt. Lecker, lecker! Ein großes Dankeschön an dieser Stelle!

 

Apropos: Bedanken möchten wir uns auch bei 555 äußerst wissbegierigen Besuchern. Es ist immer wieder ein Genuss mit interessierten Menschen über unser Projekt zu plaudern. Erstaunte Blicke sind mehr als nur ein guter Lohn für unsere Arbeit. Und Dank auch an Max und Nils, unsere Praktikanten von vorigem Jahr. Es war ein sehr, sehr netter Abend mit Euch allen! ;-)

 

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Mi

20

Apr

2016

Frühling!

frisches Grün im Bilde.

ohne Worte! ;)

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Mo

21

Mär

2016

Pustespore

Im Steinwald.

Ein Film zur Präparation im Labor. In Erinnerung an Peter Lustig.

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Mo

01

Feb

2016

Winterlager 2015/16

Ran an die Funde!

 

Und zack sind schon wieder 4 Monate vorbeigezogen seit dem letzten Logbuch-Eintrag. Wir schreiben das Jahr 2016. Gar nicht so einfach, sich an alles zu erinnern. Ein Versuch. Nach unserem Umzug ins Winterquartier (PRC) ging es erst mal noch an den Abbau der Kamtschatka-Ausstellung im Museum, was  recht zügig abging. Dann musste noch unser Infostamm repariert werden. Eines der Höhlenfenster war leider zum Vandalismus-Opfer geworden, unser kleiner  Saurier wurde dabei gestohlen. Eine Frechheit, aber wir waren vorbereitet. Dank Martins Vorbereitungen ging die Scheibe gut zu wechseln. Und letztlich hieß es im PRC noch „gründlich aufräumen“. Hochregale wurden aufgebaut und so kann man sich jetzt endlich wieder bewegen im Kistenlager.

 

Dann war es soweit. Endlich konnten wir beginnen, den großen Berg an Funden, der seit Jahren immer größer wird, „abzuarbeiten“. Clara hatte sich für eine „Blatthorizont“-Fläche als FÖJ-Projektarbeit entschieden und stürzte sich frohen Mutes in die Arbeit: Puzzeln, Kleben, Ergänzen, Sandstrahlen, Sticheln, Dokumentieren, Zeichnen, Beschriften etc. pp. Bis zur Fertigstellung wird es noch ein bisschen dauern, aber es sieht schon sehr gut aus. Nebenbei interessiert es uns schon, an was wir da eigentlich rumpräparieren und wie die Pflanzen aussahen, als sie noch gelebt haben. Bei Gedankenspielen bleibt es nicht und so entstehen Skizzen oder auch mal ein einfaches Modell. Naja seht selbst, wie wir uns „Cordaites“ vorstellen.

 

Nebenher ging es nicht nur dem Schnee auf dem Zeltdach, sondern auch den Gesteinsproben an den Kragen. Es wurden alle dieser Stücke gesichtet, nummeriert, fotografiert  und gegebenenfalls gereinigt. Für jede Probe wurde ein Dokument erstellt, welches ausgedruckt einen schnellen Überblick über das Material ermöglicht. Ziel ist es, unsere Daten und Funde möglichst übersichtlich und kompakt für die Forschung verfügbar zu machen. Für unsere 106 Gesteinsproben ist das nun fertig, als nächstes sind die Fossilien dran. So wird eine Art „Bilderbuch“ entstehen, welches zukünftig auch für unsere Besucher interessant sein dürfte.

 

Apropos Besucher. Die Grabung wird auch 2016 wieder nur zur Museumsnacht und zum Tag des Geotops geöffnet sein. Der ESF-Projektantrag wurde neu gestellt, mit einem Beginn ist nicht vor 2017 zu rechnen.  Wir werden die staunenden Kids in diesem Jahr vermissen. :-(

 

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Mi

07

Okt

2015

Ende der Grabungssaison 2015

Uns geht kurz die Puste aus.

Und da ist sie auch schon wieder vorbei, die Saison 2015. Wir hatten uns ja eine Menge vorgenommen, letztlich wurde auch viel geschafft. Die Nord-Ecke und ein größeres Plateau in Sektor III und IV wurden abgebaut, eine ordentliche Treppe im Gestein angelegt. Zwischen den beiden Schurfen von 2009 hat sich auch eine Menge getan: Wir erreichten nach vielen Funden die unteren Ascheschichten und kämpften uns bis zum Blatthorizont, der dann auch geordnet entnommen wurde. Jetzt liegt hier erstmals der Waldboden im Grabungsfeld frei. Recht aufwändig waren unsere Schurfsicherungen, welche nun zu unserem Schutz gegen hereinbrechendes Lockermaterial dienen. Leider noch nicht ganz fertig ist eine befestigte „Einflugschneise“ für unsere E-Schubkarre.  Ziel ist es hier, die „Beeinträchtigungen“ des Grabungsablaufs durch Besucher zu verringern. Den Laufsteg werden wir dann im nächsten Jahr fertig stellen und benutzen können. Irgendwie sieht unsere Grabung jetzt auch aus wie eine, worauf wir echt stolz sein können.

 

Als Zusammenfassung ein paar Zahlen. Wir haben knapp 50 Tonnen Tuffgestein abgebaut (die doppelte Menge von 2014!). Dabei wurden 20 Kieselhölzer, etwa 2,5m² „Blatthorizont“ sowie etwa 1m³ Waldboden dokumentiert und geborgen. Obwohl es nur zwei Veranstaltungen gab und keine Führungen angeboten wurden, waren ca. 1750 Besucher bei uns zu Gast, darunter allein etwa 900 Kinder. Unser Internetauftritt und die Grabungsteam-Facebook-Seite erfreuen sich anscheinend großer Beliebtheit (über 6000 Views auf einen der Beiträge und 324 „Gefällt mir“- Angaben).

 

Freitag, 02. Oktober 2015, der Tag des Abschieds. Katharina und Nils hatten ihr Praktikum zu unserer Freude um eine Woche verlängert. Ein 3-Tage-Präparations-Kurs im PRC war noch drin, hier wurde „Mammut“ genauer unter die Lupe genommen, danach noch ein paar Restarbeiten auf der Grabung erledigt. Dann war es soweit. Hinzu kam die Verabschiedung von Franzi am gleichen Tag. Ihr Volontariat war bereits im September ausgelaufen, eine befristete Beschäftigung folgte. Zeit für einen Jobwechsel. Franzi hat die Grabungspädagogik in den letzten drei Jahren quasi allein aufgebaut und durchgeführt, hinzu kamen Veranstaltungsvorbereitung und Öffentlichkeitsarbeit. Kurzum, ein harter Schlag für uns und für Franzi alles andere als eine leichte Entscheidung. Unser „Team“ schrumpft damit auf zwei. Ich fürchte wir waren alle mehr als niedergeschlagen an diesem Tag.

 

Unsere Blogeinträge und Facebook-Posts werden vermutlich in Zukunft etwas spärlicher ausfallen. Wir versuchen mal dran zu bleiben. Jetzt ziehen wir uns ins Winterquartier zurück und gucken, was 2015 so gefunden wurde, da schlummert sicher noch so manche Überraschung. Für die Pädagogik läuft ein Projektantrag beim ESF. Es besteht also noch etwas Hoffnung, dass wir auch 2016 wieder Kinder zum Staunen bringen können. Schauen wir mal.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei unseren Besuchern, Helfern, Lehrern, Erziehern und Kindern für das große Interesse bedanken. Es ist Eure Neugier, die uns antreibt.

 

Franzi, Katharina, Anne, Sarah, Max, Nils, Martin, Niklas! Es war anstrengend, aber eine gute Zeit. Unvergesslich. DANKE!

 

Ralph

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Mi

23

Sep

2015

Game of Tuff

Eine kommt, alle arbeiten, einer geht, viele kommen - und das alles ohne Cheats

Unser "Spiel", das GAME of TUFF, läuft ja nun schon seit ein paar Wochen. Ohne Cheats und Lösungsheft kämpft sich das Team Tag für Tag durch zehrende Level. Wir setzen unsere Kämper ihren Skills entsprechend ein, was uns bis jetzt gut voran brachte. Nils, als der Kräftigste, konnte den Quest "Ecke der Ausdauer" abschließen und schaltete eine neue Aufgabe "Geheimnisvolle Bleichungszone" für das nächste Level frei. Anne ackert weiterhin an der Herstellung einer Treppe, um die Kämpfe und Rückzüge in den nächsten Leveln zu erleichtern. Außerdem bekam das Spielfeld weitere Upgrades: Die Schurfsicherungen und die Lampenabdeckungen.

In einem Nebenquest, einer Exkursion in Zeisigwald, Museum, Aufschluss und PRC bauten wir unsere Skills aus und sammelten Hinweise, um gestärkt wieder angreifen zu können, jedoch mit einem Mitstreiter weniger - seine Zeit hier war abgelaufen. Zum Glück hatten wir unser Team rechtzeitig mit Clara verstärkt, die Ihre besonderen Fähigkeiten unter anderem am "Tag des Geotops" unter Beweis stellte. Auf diesen Quest bereitete sich das Team gemeinsam gut vor und konnte so die Aufgabe im ersten Anlauf gut meistern. Neue Funde wurden präsentiert und Besucher verließen unser Spielfeld zufrieden und gut informiert. Außerdem bildeten wir gute Nachwuchsspieler in unserer Sandbox aus.

Nach nunmehr 35to Gesteinsmaterial -Tuff und Kieselholz - speichern wir ab!


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Mo

31

Aug

2015

Prothallium, Analogmais ...

... und andere Merkwürdigkeiten.

Los geht’s mit dem fröhlichen Tuffabbau. Wir wollen eine größere „Abtreppung“ zum bisherigen Grabungsfeld anlegen. Dabei kommen etwas überraschend erste, kleinere Funde zum Vorschein. Soweit oben hatten wir diese nicht erwartet, es erhöht aber die Motivation. Insgesamt läuft es gut, in zwei Wochen wurden ca. 15to Material in den Container gebracht, zum Vergleich: In der kompletten Grabungssaison 2014 waren es ca. 25to!

 

Nils baut eine Ecke Tuff neben dem großen Stamm ab, zur Sicherung von „Mammut“ wurde ein kleiner Schutzwall gegen herabfallendes Gestein errichtet. Leider findet Nils in der Ecke gar nichts, was ihn auch nachts anscheinend nicht loslässt. Im Traum erschienener, verkieselter Mais (Analogmais) gehört seither auch zum Grabungsalltag.

 

Leider gehört zu diesem auch die anhaltende Hitze. Immer wieder müssen wir uns in kühlere Gefilde zurückziehen, da es im Zelt nicht auszuhalten ist. Aber es gibt ja auch draußen genug zu tun: Funde säubern, puzzeln, einlagern, Waldboden durchklopfen etc. pp.. Im Gegensatz zu uns scheinen sich einige Gewächse in der feuchten Wärme des Schurfes außergewöhnlich wohl zu fühlen. Darunter kleine Farne, welche so ähnlich an dieser Stelle schon vor 291 Mill. Jahren wuchsen. Und so können wir den Generationswechsel der Sporenpflanzen samt Prothallium live mitten im Versteinerten Wald betrachten. Das ist doch mal was, oder?

 

 

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Fr

28

Aug

2015

Lithofon

Martin's FÖJ-Projekt

Martins Hommage an den Klang!

 

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Mo

24

Aug

2015

Sommer, Sonne ...

... Grabungsstart!

Unser kleines „Sideprojekt“ ist nun beendet, der Schurf wieder verfüllt. Was bleibt sind viele Stücke Waldboden, welche nun noch akribisch durchgeklopft werden müssen. Erste Erfolge machen Lust darauf.  So kamen schon ein kleines Zähnchen und mehrere Knochenfragmente zum Vorschein. Doch erstmal gönnen sich Martin und Ralph etwas Urlaub. Franzi hält tapfer die Stellung zur Freude vieler Kinder, die unser Ferienangebot nutzten. Nicht nur Pflanzen stöhnen unter einer Hitzewelle, es ist nicht ganz leicht unter diesen Bedingungen zu arbeiten. Gerade rechtzeitig mit Eintreffen der Praktikanten kühlt es etwas ab und es geht los. Erstmal wird die Tuffoberfläche noch fertig vermessen, zum „Warmwerden“ sozusagen. Dann trifft der Container ein und es kann losgehen mit dem Tuffabbau, inklusive erster Funde… doch dazu später mehr.

 

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Mo

22

Jun

2015

Projekt Schurf erfolgreich!

Viel Schlamm, Tuff, und wieder viel Schlamm, dann Paläoboden und immer noch

sehr viel Schlamm ...

Und am Ende trotzdem neue Erkenntnisse zu unserem Versteinerten Wald auf dem Sonnenberg! Das Projekt „Schurf Paläoboden“ ist nun fast abgeschlossen. Neben ein paar Verlusten auf der einen Seite (kaputter Rücken, verdreckte Kleidung) stehen wertvolle neue Erkenntnisse zu den Gesteinsschichten und deren Fossilien auf der anderen Seite. Das Vorgehen zur Entnahme der wertvollen Fundhorizonte in der Grabung konnten wir im Schurf mal richtig üben. Der Blatthorizont wurde im Ganzen in Kisten verpackt und wird nun gesäubert. Dabei zeigten sich schon richtig viele Blätter von Cordaiten! Auch Kieselholz konnten wir bergen (z.B. den ersten Coniferen-Zweig sowie Schachtelhalme und Cordaiten). Im ehemaligen Waldboden angekommen, erwartete uns eine Überraschung: Der Boden sieht völlig anders aus als in der Hilbersdorfer Grabung. Vieles spricht dafür, dass es am Sonnenberg im Perm ordentlich nass war (Hoffentlich hatte Arthropleura Gummistiefel! ...ein paar hundert.). Leider fanden wir wenig Wurzeln, die auf eine dichte Vegetation hinweisen würden. Immerhin gibt es fossile Holzkohle. Sie reicht zwar nicht für ein paar leckere gegrillte Steaks, gibt uns dafür aber den Hinweis auf Waldbrände im Perm. Das ist nun alles Arbeit für den Kopf, während die müden Knochen jetzt erst mal Pause haben. 

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Fr

22

Mai

2015

Ein kleines „Sideprojekt“

Die Jagd nach dem Waldboden

Es wird wieder wissenschaftlich gearbeitet auf der Grabung! Mit Schaufel und Schubkarre verfolgen wir das  Ziel, den ehemaligen Waldboden (Paläoboden) zu untersuchen, auf dem einst unser Versteinerter Wald stand. Dazu ist wieder Muskelkraft gefragt, denn am Anfang steht ein Loch (bzw. ein Schurf)… Aber wohin damit?  Die Grabungsfläche bleibt der Suche nach den verkieselten Pflanzen vorbehalten. Außerhalb des Zelts wird es eng, denn unterirdisch verlaufen Leitungen, Drainagen und alte Fundamente. Letztlich fand sich vor der Lapilli-Schautafel doch noch ein Plätzchen, um loszulegen.


Einige Fragen beschäftigen uns vorab: Wie tief liegt der Waldboden wirklich? Werden wir auf verkieselte Stämme treffen? Welche Probleme bereitet uns das Grundwasser? … Ist das Loch dann erst einmal fertig, sollen wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt werden, um folgende Fragen zu beantworten: Wie war das Klima im Perm? Wie viel hat es geregnet? Wie hoch stand das Grundwasser? Und natürlich: Haben Tiere im Waldboden gelebt (Schnecken, Skorpione)? Wir sind gespannt und halten euch auf dem Laufenden. Diese Erkenntnisse sind die Grundlage, um den Wald als Ökosystem zu verstehen und wieder auferstehen zu lassen.

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Mo

11

Mai

2015

Fenster sollte man nachts öffnen ;-)

Viele Besucher in einer lauen Gewitternacht ...

Nach vielen bitterkalten Museumsnächten in den vergangenen Jahren, genossen wir den lauen Abend in diesem Jahr. Das zwischenzeitliche Gewitter mit Regenguss, Blitz und Donner fiel nicht weiter ins Gewicht, da sich über 700 Gäste (in 4 Stunden) sowieso eher in die Zelte drängten. Im Grabungszelt lauschten Sie den Ausführungen des Grabungsteams. Das erhielt Verstärkung von zwei Praktikanten des vergangenen Jahres, die maßgeblich an der Freilegung des großen Stammes beteiligt waren, den nun alle bestaunten. Florian und Manfred berichteten von ihrer Arbeit und beatworteten alle Fragen der Besucher, die wieder sehr wissbegierig waren :-). Auch unter dem Zelt der Kindergrabung herrschte Hochbetrieb. Über 200 Kids probierten sich als Grabungshelfer - mit Erfolg! Mathias kam in der Präparation vor lauter Fossilien-Zeigen und Erklären nicht dazu eine Bratwurst zu probieren, die der Freundeskreis des Museums für die Besucher und das Team bereit hielt. Fazit für uns: Das Interesse am Versteinerten Wald ist weiterhin groß. Deshalb: Einmal ist keinmal! Wir öffnen auf jeden Fall zum Tag des Geotops am 20. September 2015.

... Zwischendrin ist es leider auch in diesem Jahr nicht möglich ...

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Fr

13

Feb

2015

Winterpause...

... aber keine Ferien!

In den vergangenen Wochen ging es arbeitstechnisch ganz schön zur Sache, daher erst so spät ein Blogeintrag von uns. Vom Rückzug in unser Winterlager hatten wir ja schon berichtet. Im PRC ging es erst einmal ans Renovieren. Diesmal war das Büro dran. Also alles ausräumen, einen stabilen Mikroskopier-Tisch mauern und fliesen, Fußbodenbelag rein, Computer-Kabel verlegen, Wände und Decke streichen, alles wieder einräumen. Für unsere zwei jungen Handwerker Martin und Kevin kein Problem. Nach einer Woche Einsatz sind die Forschungsbedingungen deutlich besser. Ludwig freut es und startet seine Zuwachszonen-Untersuchungen.

Nächste Baustelle: Unsere Magazinräume im Museum. Im Hochwasserjahr 2013 wurden die Kellerräume im Tietz überflutet, die Sammlungsschränke dabei in Mitleidenschaft gezogen. Im Biomagazin mussten daher alle Schränke entsorgt und durch Regale ersetzt werden. Dazu durften die rund 2500 (!) biologischen Präparate natürlich umziehen.  Auch in der geowissenschaftlichen Sammlung stand 2013 das Wasser. Hier waren die Schranksockel nun durch Metallrahmen zu ersetzen. Und so wurden die 243 Schränke der Reihe nach ausgeräumt (ca. 2000 Schübe) und durch Fa. Bellmann bearbeitet. Dann alles wieder zurück. Der Vorteil: wir haben die komplette Sammlung gesehen! Nach reichlich 4 Wochen Schufterei war es geschafft. Besonders „ans Herz gewachsen“ sind uns dabei übrigens Bleiglanz und Schwerspat.  :-/

Als nächstes bauen wir dann erst mal eine Hütte. Nein, nicht für die Kindergrabung sondern für unsere neue Sonderausstellung „Kamtschatka – Terra Incognita“ im Museum (und noch einen „abstrakten“ Vulkan).  Im PRC sind auch noch ein paar Dinge offen. Franziska kämpft derweil mit der neuen Museumswebsite. Ihr seht, uns wird’s nicht direkt langweilig. Die Kehrseite ist leider, dass wir momentan weder dazu kommen, eine neue Grabungssaison vorzubereiten, noch an unseren Funden zu arbeiten. Aber wenigstens schneit es selten und nur wenig ...

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Fr

21

Nov

2014

Ende & Aus!

Die Grabungssaison 2014 ist vorbei.

Der November ist weit vorangeschritten und es wird kalt. Zu kalt, um noch länger hier zu bleiben. Also gibt es das alljährliche Ritual: Winterstützen einbauen, Technik raus und Wasser abstellen. Rückzug ins PRC.

 

Unsere Winterabstützung im Zelt zu installieren ist allerdings gar nicht mehr so einfach, wenn man den Boden darunter weggebuddelt hat. Gut, dass wir Kletterexperten im Team haben! Dank Felix‘ und Mathias‘ Equipment und Erfahrung hat das sogar Spaß gemacht (mit Sicherheit!). Jetzt steht das Zelt stabil und der Schnee kann kommen, wir sind schon gespannt wieviel.

 

Natürlich haben wir die Zeit davor genutzt, um noch ein paar liegen gebliebene Dinge zu tun: der Kieselholzstamm (für den TerraX–Dreh) aus Hilbersdorf wurde endlich abtransportiert, der Stromkasten im Zelt verkleidet, Planen für unsere Zelteingänge bestellt. In unserem kleinen Präparationsraum ging es richtig zur Sache. Martin hat Regale gebastelt, alles gestrichen und es gibt jetzt eine Beleuchtung über dem Arbeitsbereich. Erstaunlicherweise haben wir in diesem Jahr noch etwas Geld für eine Ausstattung mit Kompressor, Präparationssticheln und eine Sandstrahlanlage samt Kabine. Fehlt noch eine Staub-Absaugung, aber das kriegen wir auch noch irgendwie hin. Damit wären wir gut gerüstet, wenn im nächsten Jahr die beantragten Fördermittel für eine halbe Präparatorenstelle …. naja, träumen wird erlaubt sein! 8)>

 

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Mo

29

Sep

2014

Endspurt

Impressionen von der Zielgeraden

Schon wieder zwei Wochen vorbei seit dem letzten Blogeintrag. Beginnen wir mit Kalenderwoche 38, die stand natürlich sehr im Zeichen der Vorbereitungen für den Tag des Geotops (21.September 2014). Unseren „Mammut“ hatten wir ja endlich gefunden, jetzt ging es ans vorsichtige Freilegen. Dabei kam prompt schon das nächste Kieselholz zum Vorschein. Der wurde „Cordi“ getauft und ist ein kleiner aber hübscher (dazu später mal mehr). Zur „Belustigung“ der Studenten gab sich auch die Presse ein „Stelldichein“. Nebenbei natürlich Veranstaltungen für Kinder durch Franziska. Unsere gepflanzten Bäume erhalten eine Beschilderung und Martin kämpft mit den Höhlen für unseren Infostamm.

 

Dann war es auch schon soweit. Das Wetter war mies, aber die Stimmung super! Trotz Regen fanden äußerst neugierige 278 Besucher den Weg zu uns, einige weil sie im Radio davon gehört hatten. Und wir hatten endlich auch mal was zu zeigen außer Tuff. Der Freundeskreis kümmerte sich um Getränke und Bratwurst vom Grill. Eine gelungene Veranstaltung wie wir finden. Dank an unsere Gäste und alle Beteiligten!

 

Die folgende Woche war dann auch schon die letzte für unsere Praktikanten. Diese verbrachten unsere jungen Forscher mit weiteren Präparationsversuchen im PRC, der Protokollierung von „Cordi“ und einer ersten Gesteinsprobennahme. Zur Belohnung für Ihren hochmotivierten Einsatz in den letzten Wochen gab es noch eine kleine Exkursion in das Oberkarbon von Oelsnitz im Erzgebirge. Dann hieß es auch schon Abschied nehmen … :(

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Fr

12

Sep

2014

Operation "Mammut"

Logbuch der Tufftruppe

080914 0800-1600

 

Erste Versuche eine Kontaktfläche zum Kieselholz zu finden, scheiterten. Die zuvor angelegten Prospektionen korrelierten nicht mit den praktischen Ergebnissen. Die vermutete Lage von ca. 100 cm unter der Geländeoberfläche wurde mit 150 cm weit übertroffen. Dabei auftretende Ermüdungserscheinungen führten u.a. zu starken Motivationseinbußen, die lediglich durch Süßgebäck eingeschränkt werden konnten. Im Folgenden wurde aufgrund stagnierender Fortschritte schweres Spitzgerät eingesetzt, das eine erhöhte Tuffabbaufrequenz ermöglichte.

 

090914 0800-1800

 

Das Grabungsteam zehrt an letzten Motivations- und Kraftreserven, ein Erfolg blieb jedoch bis 1600 aus. Schließlich führte die Eigeninitiative des Grabungsleiters um 1630 bei einer Tiefe von 155 cm zum Erstkontakt mit dem Kieselholz, welches ab sofort den Namen „Mammut“ trägt.

 

10-120914 0800-1600

 

Beinahe vollständiges Freilegen von „Mammut“ . Erste räumliche Grenzen des Forschungsobjektes konnten ermittelt werden. Durch Eifer verursachte, geringfügige Fehler konnten durch den stets aufmerksamen Grabungsleiter unterbunden werden, sodass eine qualitativ hochwertige Freilegung von „Mammut“ durchgeführt wurde und (während das hier geschrieben wurde) immer noch wird. Die Schwierigkeit liegt hierbei im Detail und erfordert sehr hohe Begabungen im Puzzeln.

 

B.Sc.Geow. Flo

 

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Fr

05

Sep

2014

Was in Woche drei der Praktikanten geschah ...

… zumindest beinah‘.

Buddeln, Protokollieren, Vermessen, fotografieren, buddeln, buddeln, buddeln – ein kurzer Überblick der Woche.

Nach der Freilegung, Reinigung, Protokollierung, Vermessung und Fotodokumentation dreier Bleichungszonen, von denen uns eine erschreckend höffig erschien, begannen wir mit deren Abbau. Das Ergebnis war recht ernüchternd: keine Funde!

Es folgte ein leichter Einbruch der Motivation, was uns dazu veranlasste mit Spitzhacke und Schaufel ans Werk zu gehen. Doch trotz dieser drastischen Maßnahmen war es uns (in dieser Woche) nicht vergönnt, das Mysterium „verkieselter Baumstamm“ zu entschlüsseln.

Um unserem Frust Luft zu machen, zertrümmerten wir in den folgenden zwei Tagen fast 5m³ Tuffgestein.

Hoffentlich gibt es nächste Woche Futter für unser hungriges, in neuer Farbenpracht erstrahltes, Beton-Kieselholz, das seit dem 1. September die Aufmerksamkeit des neuen FÖJ’lers Martin genießt. Hier werden in Zukunft Informationen, Neuigkeiten und Wissenswertes auch von der Straße aus zu sehen und zu lesen sein.

 

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Fr

29

Aug

2014

Die elliptischen Eimer! – Wie bitte?!

Aus dem Tagebuch eines Praktikanten …

Nun ist also auch die zweite Woche unseres Praktikums herum. Wir dachten schon, dass in dieser Woche Alltag einkehren würde, doch Fehlanzeige: Spannung, Spaß und Abwechslung kamen auf uns zu. Anfang der Woche begannen wir high-speed zu graben. Wie erwartet traten die ersten Grabungsnebenwirkungen auf: Verrückte Ideen rund um die Geschichte, die im Tuff verborgen liegt - von der Band „Die elliptischen Eimer“ bis hin zu ihrem Chart-Erfolg „Das achtbeinige Mammut“ war alles vertreten. Sollten wir uns wirklich musikalisch austoben? Die Idee reift, Fortsetzung folgt…

 

Donnerstag und Freitag waren wir im PRC, um mal zu sehen, was mit unseren Proben passiert, nachdem sie eingetütet werden. Auch hier haben wir kräftig Hand angelegt und viel gelernt: Probenvorbereitung, Sägen, Anschleifen, Läppen, Dünnschliff-Anfertigung und alles, was dazu gehört! Wir sind schon gespannt, was die nächste Woche für uns bereithält!

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Fr

22

Aug

2014

431?!?

Was soll das jetzt schon wieder heißen, ein Geheimcode vielleicht?

Nein, findet es selbst heraus!

Zu Beginn der letzten Woche standen 4 neue, motivierte PraktikantInnen auf der Matte, bereit zur Jagd auf Fossilien.

Die ersten zwei Tage mussten wir die Oberfläche der Grabung genau vermessen. Unser Ziel ist es, den Grabungsvorgang später in einer 3D-Simulation nochmal abzuspielen. Mit dafür geeigneten Scannern wäre die Sache schnell erledigt, ohne diese braucht man Meterstäbe, Laser, Excel und ... ja genau PraktikantInnen.

Am Mittwoch ging es dann endlich mit "Buddeln" los! Wir haben nur 1 Ziel: Den verkieselten Stamm freilegen, der unter unseren Füßen liegt! Am Freitag kam bereits eine größere Bleichungszone ans Tageslicht unter der möglicherweise ein Ast des Stammes liegt, aber dazu die nächsten Wochen mehr. Unser Kampfgeist ist wieder voll geweckt: Verkieselter Stamm, du bist so steinalt, du entkommst uns nicht! :)

Stopp, da fehlt doch noch der Donnerstag! Das war der Tag der Exkursionen. Unser erstes Ziel war das Museum für Naturkunde Chemnitz. Anschließend bekamen wir im Zeisigwald eine Einführung in die stark vom Vulkan geprägte Chemnitzer Geologie. Schlussendlich besuchten wir noch das PRC (Palaeontology Reasearch Center), der Ort wo die gefundenen Fossilien präpariert und falls nötig zusammengesetzt werden, ein Paradies für Puzzle-Fans.

 

Das war´s schon von der ersten Woche.

 

Wir melden uns!

 

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Mo

28

Jul

2014

Paläontologen-Nachwuchs gesichert!

Über 120 Grabungshelfer in einer Woche!

Die Grabungshelfer betreten unser Gelände und wir können nur staunen, wie viel die kleinen Forscher schon über den Versteinerten Wald wissen und wie wissbegierig sie alle Informationen aufnehmen. Die Begeisterung mit der sie dann nach versteinertem Holz graben zeigt, dass man sich um Paläontologen-Nachwuchs wohl keine Sorgen zu machen braucht ;-) ! Mit Aufmerksamkeit wurde gesucht, mit Euphorie gefunden, mit Freude geputzt, mit Sorgfalt protokolliert und mit Stolz wurde der Fund präsentiert.

 

Die Ferienkinder konnten sich für die Woche vom 21. bis 25. Juli für unsere Grabung anmelden. Bereits 2 Wochen vor Ferienbeginn waren alle Plätze voll – Wow! Die 6- bis 12-Jährigen gruben sich mit Ausdauer in die Tiefen und Geheimnisse unserer Grabungsstelle für Kinder vor. Und für uns war es großartig zu sehen, wie viel Spaß die jungen Forscher hatten. Die Bilder sprechen wohl für sich ... :-)

Für uns steht fest: Das machen wir nochmal!

 

Vielen Dank an alle fleißigen Grabungshelfer!

 

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Fr

25

Jul

2014

Super Klima!?

Expertenteam auf Stippvisite…

Für den Laien ist das Motto der Konferenz* erst einmal nichtssagend. Aber es geht um Großes: Das Klima, genauer gesagt um die Frage, ob man von der Vergangenheit in Sachen Klima etwas lernen kann. Karbon und Perm waren Zeiten bedeutender klimatischer Veränderungen und deren Mechanismen zu verstehen, ist von enormer Wichtigkeit. Voraussetzung hierfür ist es, die weltweit vorhandenen Schichten aus dieser Zeit genau einzuordnen, zu korrelieren. Allein geht das natürlich nicht, es gehören möglichst viele Forscher aus aller Welt an einen Tisch.

 

Es ist Prof. J.W. Schneiders Verdienst, all diese Experten (80 Teilnehmer aus 14 Ländern!) in Sachsen versammelt zu haben. Großer Respekt! Damit wurde das Treffen zu einem würdigen Abschluss seiner fast schon legendären Laufbahn als Paläontologe an der Bergakademie. Und da es in Freiberg schon immer recht praxisnah zugeht, gehört natürlich eine zünftige Exkursion dazu. Es wurden berühmte permokarbone Aufschlüsse in Tschechien, Sachsen und Thüringen besucht. Da durfte der Versteinerte Wald von Chemnitz natürlich nicht fehlen. Und so kam es, dass 45 staunende Wissenschaftler aus 11 Ländern unser Grabungsgelände „heimsuchten“ und gespannt unseren Ausführungen lauschten…

 

Darauf sind wir jetzt schon ein bisschen stolz. :-)

 

* „International Field Meeting on Carboniferous and Permian Non-Marine – Marine Correlation“. TU Bergakademie Freiberg, 21.-27. Juli 2014.

 

Mi

23

Jul

2014

„Das hatte schon viel Schönes…“

Dr. Joachim Zill – Ein Nachruf

Als im April 2008 unsere Grabung im Chemnitzer Stadtteil Hilbersdorf begann, trat Dr. Joachim Zill mit der Bitte an uns heran, die Grabungsarbeiten filmisch dokumentieren zu dürfen. Etwas erstaunt über seine Begeisterung (es gab keinerlei Vergütung!) willigten wir ein. Und so kam es, dass Joachim uns immer wieder mit der Kamera besuchte. Bemerkenswert war dabei seine erfrischende Sicht von außen. Ein Beispiel: Wir hatten gerade eine Gesteinsoberfläche freigelegt und gesäubert, da kam auch schon seine Frage: Ob man da denn mal ohne Schuhe drauf dürfe? Klar! So wandelte er begeistert und barfuß auf 291 Millionen Jahre altem Boden, einfach des Gefühls wegen. Wir haben gelächelt, es aber nie selbst probiert. Er war uns wohl weit voraus.

Später kam es zu einem zusammenfassenden Film über die Grabung, welcher teilweise über eine Förderung der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien finanziert wurde. Die DVD ist noch heute im Museum für Naturkunde Chemnitz erhältlich und nicht nur für unsere Besucher ein äußerst sehenswertes Zeitzeugnis. Wieviel Arbeit, Zeit und Enthusiasmus in diesen Aufnahmen steckt, ist heute nur noch schwer zu ahnen. Wir aber werden das nie vergessen.

 

Nach Abschluss der Grabung begannen wir, die Funde wissenschaftlich auszuwerten. Jetzt wurden YouTube-Filme gewählt, um der Außenwelt unsere Forschungen kurzweilig und themenbezogen mitzuteilen. Das Format war für Joachim eine neue Herausforderung, und es gab ein schwerwiegenderes Problem: Unser schauspielerisches Talent ist … naja … nicht vorhanden. Für einen Kamera-Profi natürlich alles ein Klacks! Seine Kritik an unserem Unvermögen sah so aus: „Das hatte schon viel Schönes, aber wir machen es noch mal!“. Das war fast schon familiär, obwohl er es wahrlich nicht leicht hatte mit uns. Was uns heute bleibt ist die Erinnerung an viele abgefahrene, gemeinsame Erlebnisse: einen missglückten Vulkanausbruch, den Saurier-Brunnenruf in Schleusingen, ein Rock ‘n Roll Hotel in Zürich, tonnenweise nur bedingt lustige Outtakes oder das Rauschen des Meeres im Computertomographen von Fraunhofer ENAS. Im Ergebnis ist alles in 27 Videos festgehalten und anzuschauen auf dem YouTube-Kanal des Museums für Naturkunde Chemnitz. Ein Schatz!

 

Neben den Videos begann ein neues Projekt: Das Fenster in die Erdgeschichte. Auch hier war Audiovision wieder dabei. Während wir unseren Besuchern von einer Zeitreise nur erzählen können, setzten Joachim und sein Team das Thema kurzerhand mit bewegten Bildern um. Heraus kam ein Film, den wir unseren Besuchern noch auf Jahre stolz zeigen werden. Und auch technisch ging es vorwärts: Kleine Videoclips geben nun Antworten auf die wichtigsten Fragen vor Ort, abrufbar über installierte QR-Codes.

 

In den 7 Jahren (!) unserer Zusammenarbeit sind wir uns auch menschlich sehr nahe gekommen. Joachim war für uns ein Vertrauter, der fast schon spielerisch die professionelle Balance zwischen wissenschaftlicher Exaktheit, Medienwirksamkeit und dem zu vermittelnden Gefühl fand. Dafür sind wir ihm zutiefst dankbar. Allein hätten wir das alles niemals hinbekommen.

 

Dr. Joachim Zill verstarb am 14. Juli 2014 im Alter von 62 Jahren. Wir verlieren ein begeistertes Mitglied unseres Teams und einen guten Freund. Wir vermissen ihn.

 

Seinen Angehörigen möchten wir hiermit unser herzliches Beileid aussprechen.

 

Grabungsteam Chemnitz

 

 

Mi

02

Jul

2014

Ende gut - Alles gut.

Ein wichtiger Meilenstein ist nun erreicht…

In den letzten Wochen fand sich keine Zeit mehr für Blogeinträge, denn wir waren voll und ganz im Schlussspurt gefangen: Die Förderung durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) lief nach mehrmaliger Verlängerung endgültig aus. In den knapp vier Jahren Projektdauer hat sich unser Gelände prächtig entwickelt wie man an älteren Blogeinträgen sehr gut sehen kann. Daher vom Grabungsteam an dieser Stelle mal einen großen und herzlichen DANK an die Europäische Union und alle am Projekt Beteiligten!

Was war sonst noch? Ach ja, die Kindergrabung nimmt ihren Betrieb auf und das Echo ist von Anfang an beeindruckend. Franziska freut sich schon länger auf die vielen glänzenden Kinderaugen, jetzt ist es endlich soweit, die kleinen Forscher von der Leine zu lassen. Felix kämpft derweil mit seinem FÖJ-Projekt. Als einfachsten Weg kann man die Herstellung eines Informations-Kieselholzstammes an der Straße nicht gerade bezeichnen. Hut ab junger Mann! Scheint ziemlich hübsch zu werden! Mit sonstigen Bauarbeiten sind wir mehr oder weniger durch, was bleibt da noch?

 

Ähh…. na graben*!

 

E N D L I C H geht es richtig los…. :-)

 

* Demnächst auch live im Internet!

 

 

Mi

14

Mai

2014

450 Ringe zu knechten, sie alle zu finden …

… in die Böschung zu treiben und ewig zu binden!

Vermutlich nervt es Euch schon, hier fast nur vom Bauen zu lesen. Aber das sind eben die Dinge welche uns leider noch immer beschäftigen. Eine wichtige, aber sehr unangenehme Etappe haben wir jetzt endlich hinter uns gebracht: Das Setzen der Pflanzringe an unseren Böschungen. 450 dieser jeweils 40 kg schweren Ringe wurden Ende Oktober 2013 angeliefert (Ihr erinnert Euch an unsere Facebook-Meldung?). Angesichts der 18 t Gesamtgewicht wurde es uns schon etwas Bange, aber mit vereinten Kräften und Daniels Kübelheber ging es dann doch recht flott vorwärts. Gestern nun wurden die letzten 11 Ringe gesetzt. Wir finden es sieht ganz nett aus, aber keiner in unserem Team verspürt größere Lust so etwas noch einmal zu machen. :-)

Mo

05

Mai

2014

MuseumsNACHTschwärmer flogen auf die Grabung ...

Was lockte die 871 Besucher in dieser Nacht auf unser Gelände?

Was für eine Nacht! 871 Gäste in 4 Stunden. Das bestätigt uns wieder, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Chemnitzer wollen gern mehr über den Schatz unter ihren Füßen erfahren. Die Begeisterung über die Möglichkeit bei einer wissenschaftlichen Ausgrabung unmittelbar dabei zu sein, den Forschern bei ihrer Arbeit über die Schultern zu schauen und dabei Fragen an sie richten zu können scheint weiterhin ungebrochen zu sein. Vielmehr wird sehnsüchtig auf mehr Funde und die Erkundung der "dicken Stämme" gewartet. "Wir kommen wieder!", haben wir an diesem Abend sehr oft gehört und uns über das Interesse an unserer Arbeit, über alle Altersklassen hinweg, wirklich ungemein gefreut.

Ob es nun die frischen Roster vom Grill oder der warme Glühwein an diesem doch ziemlich kalten Abend oder doch die neuen Funde, das Grabungsfeld oder das Interesse am Versteinertenwald an sich war? Was die vielen MuseumsNACHTschwärmer zu uns trieb, können wir nicht beantworten. Aber eines steht fest: Wir werden auch in diesem Jahr so oft es uns möglich ist, unserer Gelände öffnen. Informationen dazu gibt es immer auf unserer Seite!

Zum Schluss noch etwas ganz wichtiges: Danke! an den Freundeskreis des Museums für Naturkunde e.V. für die Unterstützung bei der Bewirtung und Betreuung der Besucher. Danke! an unsere ehemaligen Praktikanten für ihre Mitwirkung und Unterstützung. Danke! an die freundlichen Gäste für ihre anregenden Fragen.

Mo

07

Apr

2014

Wir machen uns fein!

… und schon ist der Winter wieder vorbei!

Unser Laborbau in unserem Winterdomizil kam weit voran, wenn es auch nicht ganz fertig wurde. Einige Fossilien konnten wir uns auch etwas genauer anschauen. Dabei kamen wiederum neue Erkenntnisse zutage (demnächst mehr dazu unter der Rubrik Funde). Nun zieht es uns mit aller Macht zurück auf die Grabung. Der Umzug geht zügig voran und dann geht’s auch schon richtig los. Die restlichen Pflanzringe sind noch zu setzen, um endlich mit der Bepflanzung der Böschungen beginnen zu können. Die Treppen erhalten ein Geländer und die Wintersicherung muss auch wieder ausgebaut werden. Immerhin wollen wir gut vorbereitet sein auf das erste Highlight des Jahres: Die Museumsnacht.

Wir sind jetzt bald soweit, unser Gelände der Öffentlichkeit öfter vorstellen zu können. Die Ausarbeitung museumspädagogischer Veranstaltungen ist in vollem Gange. Und auch die eigentliche Grabung kann bald wieder beginnen …

Fr

21

Feb

2014

Grüße aus dem Exil - Wir präparieren!

Wie lange dauert es die Grabungsfunde zu präparieren?

So richtig Winter ist es dieses Jahr ja noch nicht geworden, da konnte sich die Stützkonstruktion im Zelt gar nicht beweisen, aber wir wollen nichts beschreien. Wer weiß, vielleicht kommt der Schnee ja nochmal im April… Für Außenarbeiten fehlt uns gerade sowieso die Zeit.

Momentan sind wir mit dem Präparieren der Grabungsfunde beschäftigt. Schnelligkeit ist dabei nicht meine Stärke, aber es macht trotzdem Spaß und ist motivierend wenn man tatsächlich etwas im Stein entdeckt. Zuerst werden die äußeren Bruchflächen der Funde mit dem Sandstrahlgerät gereinigt. Dadurch kann man manchmal schon erkennen, wo sich Fossilien befinden.Unter dem Mikroskop wird mit einem Druckluftstichel der Tuff Schicht für Schicht abgetragen, teilweise nur Zehntel Millimeter. Da die Fossilien teilweise nur noch als Farbänderung im Gestein zu erkennen sind, muss man extrem vorsichtig vorgehen, sonst ist man schneller als man sich versieht durch das "Blatt" hindurch. Da überstehen die Blätter erst einen Vulkanausbruch, liegen 291 Millionen Jahre im Gestein und dann komm ich. Man kann also sagen, dass es beim Präparieren nicht auf Schnelligkeit sondern auf Genauigkeit ankommt. Wie lange es dauern kann, zeigt die Bilderdoku.

 

Gruß, Felix

 

 

Do

28

Nov

2013

Was heißt eigentlich Wintersicherung?

Zeltstützen rein, Wasser und Technik raus!

Das Wetter hat sich noch gut gehalten – Glück für uns. So konnte noch einiges geschafft werden. Die Pflanzringe für unsere Böschungsbefestigung wurden geliefert und konnten grösstenteils gesetzt werden. Was momentan noch ziemlich wuchtig anmutet, sichert unsere Böschungen gut gegen Abrutschen. Bepflanzt sieht das bestimmt ganz gut aus. Trotz sinkender Temperaturen wurden die Arbeiten im Grabungszelt abgeschlossen und eine zweite Betontreppe steht nun auch. Die „Drainage Nord“ ist endlich eingebaut und soll ab jetzt Niederschlagswasser von der Grabung fernhalten, damit Praktikanten und Fossilien in den kommenden Jahren keine nassen Füße bekommen.

Den ersten kleinen Schneetest hat die Wintersicherung unseres Zeltes bestanden. Der "Stützenwald" und eingeschraubte Latten verhindern das Durchhängen der Plane und erleichtern hoffentlich die Schneeräumung. Und nun ziehen wir uns wirklich zurück: Kindergrabung zu, Technik raus, Wasser abstellen, Zelt zuknöpfen und Licht ausgeknipst…

Für die Winter-“Pause“ haben wir uns viel vorgenommen. Neuigkeiten von uns aus dem "Exil" gibt es weiterhin hier im Blog und auf unserer Facebook-Seite.

Sa

19

Okt

2013

Es wird Herbst...

Die kalte Jahreszeit kommt mit großen Schritten.

Es hat sich einiges getan und so fand sich wenig Zeit für einen besinnlichen Blogeintrag. Die Praktika-Ära neigt sich dem Ende. Obwohl wir letztendlich noch nicht im Tuff "buddeln" konnten, haben wir eine Menge geschafft. Die Gesteinsoberfläche wurde exakt protokolliert, fotografiert und dreidimensional gescannt, eine Dokumentation wie sie in dieser Weise wohl noch nie durchgeführt wurde. Erste Fossilien wurden gefunden und Präparationstests unterzogen. Wir haben alle viel gelernt und sind zu einem starken Team zusammen gewachsen. Fast fließend war dann der Übergang zum handwerklichen Tagesgeschäft. Ende des Jahres läuft unsere EFRE-Förderung planmäßig aus und so müssen wir die Zeit nutzen, die noch vorhandenen finanziellen Mittel umzusetzen. Dank Daniels Enthusiasmus und Fähigkeiten entstehen in einer Woche Knieleisten für unsere Geländer, Holzkonstruktionen für zwei Vorzelte und eine Betontreppe. Unser Grabungszelt erhält eine Dachrinne (vermutlich das einzige Zelt der Welt... aber nötig um das Wasser von der Grabung fernzuhalten) und eine Konstruktion für die Beleuchtung. Auch wollen wir uns in diesem Jahr besser auf den Schnee vorbereiten (Verstärkung Dach). Dann bleibt noch die Befestigung der Böschung mittels Pflanzringen, die Fertigstellung der Drainage auf der Nordseite, die ...

 

Vielleicht ist das Wetter ja mit uns. 8)>

Fr

27

Sep

2013

Mission: Präparation

Neue Herausforderung für Praktikanten...

Seit Anfang dieser Woche sind alle damit fertig, ihre Sektoren zu säubern. Anni und Svenja haben dabei in ihren Abschnitten zahlreiche Funde gemacht. Nun versuchen die beiden im Präparationsraum, diese mit Werkzeugen zu säubern, zerbrochene Teile zusammen zu kleben und zu präparieren. Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, Protokoll zu führen und 3D Skizzen der Funde anzufertigen. Zuerst werden diese Skizzen fleißig an überflüssigem Unkraut geübt und dann geht’s ans Eingemachte. Dank einer Heizung haben es die beiden kuschelig warm, wenn sie an den immer kälter werdenden Tagen an der Lupe mit Kleber,  Zahnbürsten und Skalpell am Werk sind.

Mi

25

Sep

2013

"Vampir-Fotos"

Not macht erfinderisch...

Jetzt steht die Fotografie der Gesteinsoberfläche an. Wir benötigen möglichst scharfe, unverzerrte Fotos aus der Vogelperspektive, jeweils mittig für einen Quadratmeter Gestein. Ziel ist es, diese Fotos dann wieder zu einem Ganzen zusammen zu setzen. Um eine geringe randliche Verzerrung (die unweigerlich durch das Objektiv entsteht) zu erhalten, müssen wir so weit wie möglich weg von der Gesteinsoberfläche. Der Platz nach oben hin ist da, aber unsere Arme und das Stativ zu kurz. Mit einer Leiter geht es auch nicht. Natürlich sollte eine solche Fotoeinrichtung auch nichts kosten. Also ein paar Latten geschnappt, Anti-Vampir-Pflöcke geschnitzt und an unser Stativ geklebt. Unsere Bastelei scheint zu funktionieren und das muss sie auch! Es stehen für 184 Quadratmeter Fotos an...

Mo

23

Sep

2013

Oberflächendokumentation

Jetzt ist der Tuff sauber, und was genau sehen wir da?

Es war schon etwas anstrengend und auch zeitraubend, die Gesteinsoberfläche zu säubern, sie wurde sogar "gestaubsaugt". Jetzt geht es daran, alle Informationen zu gewinnen die uns geboten werden: Risse, Bleichungszonen, die Neigung der Steine oder die unscheinbaren Pflanzenfragmente, die zum Vorschein kommen. Ausserdem muss die komplette Fläche fotografiert (jeder Quadratmeter!) und dreidimensional gescannt werden. Wir gehen das gleich mal richtig an und erstellen Übersichten über die Rissverteilung und andere Dinge. Wird das für uns eine Art Schatzkarte? Parallel beginnen wir damit, erste Fossilien zu präparieren. Dazu wurde unser Präparationsraum benutzbar gemacht. Übrigens neben unserem Waschplatz leider einer der wenigen Dinge, die bautechnisch in den letzten Wochen fertig geworden sind. Aber Unterstützung naht! Es gibt noch viel zu tun in diesem Jahr und bald ist wieder Winter...

So

15

Sep

2013

Der "Tag des Geotops"

222 Besucher nutzen 180 Minuten für Informationen zu 291000000 Jahre alten Steinen...

An diesem Tag wurden deutschlandweit Geotope für interessierte Besucher geöffnet und von Fachleuten erklärt. Eine gute Sache wie wir fanden! Da wollten wir mit unserem "Fenster in die Erdgeschichte" natürlich nicht zurück stehen, schließlich gab es auch schon einiges zu sehen. Die Gesteinsoberfläche im Grabungszelt ist weitgehend freigelegt und erste kleinere Fossilien erblickten nach 291 Mill. Jahren das Licht der Welt. Die Ausgrabung für Kinder ist fertig bemalt und beschichtet, es fehlt nur noch der Sand. Das Interesse war groß, und so wurden wir belohnt mit vielen wissbegierigen Besuchern und konnten Jung und Alt darüber informieren, was wir hier eigentlich den ganzen Tag so treiben.

Di

10

Sep

2013

Besuch aus China

Die Chinesisch-Deutsche Arbeitsgruppe für Spätpaläozoische Paläobiologie, Stratigraphie und Geochemie macht auch beim Grabungsteam Halt.

Am Freitag, dem 6.9., versammelten sich das Grabungsteam und die Arbeitskollegen aus dem Museum, um die Arbeitsgruppe aus China willkommen zu heißen. Nach einer englischsprachigen Einführung in die geologische Geschichte von Chemnitz und einer Führung durch das Grabungsgelände, wurde bei dem sonnigen Wetter auch der Grill angemacht, damit auch niemand hungrig nach Hause gehen muss.

Do

05

Sep

2013

Jetzt wird's bunt!

Die Kindergrabung erhält einen Anstrich...

Endlich ist es soweit, die Modellierungsarbeiten an der Kindergrabung sind abgeschlossen, der Beton ist abgebunden und trocken. Präparator Holger Rathaj legt nun mit dem Farbauftrag los. Gar nicht so einfach die richtige Farbe für den Grundanstrich zu finden! Bilder und Steinproben werden immer wieder mit der Farbmischung verglichen. Dann geht alles ganz schnell! Es sieht erst mal wie eine Tapete für's Kinderzimmer aus, aber das wird noch. Jetzt ist der Fachmann gefragt um der Sache Leben einzuhauchen. Strukturen werden vertieft, Airbrush- und Pinseltechniken angewendet, immer wieder Neues probiert. Es macht einfach Laune dem Künstler bei der Arbeit zuzuschauen. Respekt!

Mo

26

Aug

2013

Interessante Entdeckungen

Bei der Säuberung der Tuffoberfläche werden Glückshormone ausgeschüttet…

Letzte Woche wurde es richtig spannend. An der Tuffoberfläche hat sich ein pflanzliches Fossil blicken lassen, damit haben wir gerechnet aber dann kam es noch besser: ein Bohrloch wird entdeckt, das nicht von uns sein kann. Um auf Spuren zu stoßen, die Hinweise auf die Entstehungszeit des Bohrlochs geben, hat Fabian sich daran gemacht, das Bohrloch vorsichtig zu entleeren. Inzwischen hat er eine Tiefe von 80 cm erreicht. Neben Bleichungszonen hat Fabian bis jetzt noch nichts entdecken können. Wir bleiben gespannt.

Fr

16

Aug

2013

Auf den Tuff. Fertig? Los!

Die Tuffoberfläche kommt Stück für Stück ans Licht.

Nachdem das Lockermaterial entfernt wurde, stand endlich die eigentliche Grabung an. Dafür wurde das Feld in 8 Sektoren eingeteilt und jedem Praktikanten aber auch dem Grabungsleiter ein Sektor zugewiesen. Die Aufgabe bestand darin, die Gesteinsoberfläche so zu säubern, dass Details wie Risse und Bleichungszonen zu erkennen sind. Das gelang in manchen Sektoren besser als in anderen. Claudia hat es fast geschafft, Ralph kriegt nur Backsteine zu sehen und andere haben es mit rezenten Wurzeln zu tun. Abwechslung gab es am Mittwoch: eine kleine Rundreise durch die geologische Geschichte von Chemnitz.

Mo

12

Aug

2013

Lagebericht

Die Dinge entwickeln sich… und dann geht’s auch schon los. Die Praktikanten kommen!

Trotz der anhaltenden Hitze geht es gut voran beim Bau. Die Bühne für unsere Besucher ist soweit fertig, Geländer und Rasenbord-Abschluss zum Grabungsareal sind fertig gestellt. Jetzt muss hier nur noch aufgefüllt werden. Auch eine Wegbeleuchtung wurde installiert. Die Kindergrabung ist nun auch final modelliert. Jetzt trocknet der Beton ab, wird penibel gesäubert und danach koloriert. Am 6. August erleiden wir einen kleinen Rückschlag: ein Hagelschauer verwandelt unsere Werkstatt in eine Tropfsteinhöhle. Das Kunststoffdach wird komplett zerstört. Da hilft alles nichts, wir decken das Dach neu ein, aber diesmal „Lapilliregensicher“. Unser großer Dank geht dabei an Mathias und seine fach- und tatkräftige Unterstützung. Und dann ist es schon so weit: Die ersten Praktikanten beginnen ihre Tätigkeit auf unserer Lieblingsgrabung…

Fr

26

Jul

2013

Filmaufnahmen für Terra-X

Versteinerter Wald von Chemnitz bald in bekannter Wissenschaftssendung des ZDF zu sehen.

Geländer für Besucherbühne: fertig, Grabungszelt: ausgeräumt, Oberfläche: besenrein - Alles ist vorbereitet für die Filmcrew. Und die kommt mit jeder Menge cooler Technik. Der Multicopter für Luftaufnahmen bis in 200 m Höhe macht tolle Bilder. Um 19 Uhr ging es dann richtig los. Am anstrengendsten war es sicherlich für den Kameramann, der sein Handwerk echt verstand. Spannende Sache bei so einem Dreh mal zu hinter die Kulissen zu schauen bzw. auch mal vor der Kamera zu stehen. Ein Highlight - auch für die Profis - war der Skorpion aus dem Insektarium des Museums. Er sollte über den Stamm krabbeln und folgte den Regieanweisungen sogar wie gewollt - ein wahres Naturtalent ;-). Nur einmal hieß es: "Oh nein, jetzt ist er in der Ritze!"

Interviews, Nahaufnahmen, Kameraschwenk, und, und, und ... Bis spät in die Nacht schafften sich Grabungsteam, Museumsdirektor Dr. Rößler, Paläontologie Professor Dr. Schneider (TUB Freiberg) und die Filmcrew. Die Ergebnisse sind im Dezember im ZDF zu sehen - wir sind sehr gespannt! Über den genauen Ausstrahlungstermin halten wir natürlich auf dem Laufenden.

Fr

05

Jul

2013

Es geht voran!

Für die zukünftigen Besucher wird viel getan.

Die Fundamente für das Geländer der Besucherbühne im Grabungszelt stehen! Die Fertigstellung des Geländers ist also nicht mehr fern. In der Kindergrabung kommen wir ebenfalls gut voran, auch hier wird mit dem Beton nicht gespart. Wir modellieren am Außenrand der Kindergrabung die Tuffoberfläche nach - sobald diese fertig wird, folgt eine letzte und feinere Betonschicht, bevor es an's Kolorieren geht. 

Do

27

Jun

2013

Gerissen!

Wollen uns die Risse im Gestein etwas mitteilen?

Nun ist schon ein Großteil des Gesteins freigelegt und wir können uns die Oberfläche einmal genauer anschauen. In erster Linie fallen die vielen Risse auf, die sich durch den Tuff ziehen. Nach der Ablagerung der Vulkanasche hat sie sich verfestigt, zerbricht aber im Laufe der Zeit durch Bewegungen in der Erde in kleinere Stücke. Vermutlich unterliegt dieser Prozess bestimmten Bedingungen, zum Beispiel Härteunterschieden im Fels. Denn es gibt lange, gerade Risse aber auch stellenweise kreisrunde Rissstrukturen. Unser Praktikant Marcus macht sich jetzt daran, die Hauptrisse Feld für Feld zu dokumentieren. Eine Menge Arbeit, aber vielleicht zeigen uns die Risse schon jetzt wo die Pflanzen liegen, die wir suchen!?

Mo

17

Jun

2013

Aktionswoche

offene Woche bietet Besuchern aus Nah und Fern einmalige Einblicke in das Grabungsgeschehen

Vom 11.6. bis zum 16.6. konnten sich Besucher unser Gelände anschauen und sich bei Bedarf durch die Grabungsstätte führen lassen. Mit großem Interesse wurde unsere "Kindergrabung" bestaunt und schon jetzt konnten es viele kleine Gäste kaum erwarten, dass diese endlich fertig gestellt wird. Wir mussten sie leider auf nächstes Jahr vetrösten - dafür bekamen sie von uns ein einzigartiges Souvenir: ein kleines Stück des Versteinerten Waldes!

Insgesamt nahmen in den 6 Tagen 300 Besucher - unter ihnen einige Schulklassen - unser Angebot wahr.

Fr

07

Jun

2013

Unser erstes Video!

Endlich ist es soweit...

Heute haben wir unser erstes Video auf YouTube hochgeladen.

Seht es euch gleich an und erfahrt, wie es zur Zeit auf unserem Grabungsgelände aussieht.

 

Produziert wurde es von unseren zwei Schülerpraktikanten Ole und Matti.

 

 

 

 

So

02

Jun

2013

Achtung: Hochwasser!

Nimmt der Regen noch ein Ende?

Auf der Grabung geht es kräftig voran. Die erste Schicht ist schon fast komplett freigelegt. Die Vorbereitungen für die offene Woche laufen bereits auf Hochtouren: Fragekarten, Tabellen und kleine Rätsel werden vorbereitet. Und dann das: Regen, Regen, Regen. Inzwischen gibt es überall in Chemnitz Hochwasser, hier kommt das Wasser aber nur von oben. Trotzdem sind Wege und Hang abgerutscht. Jetzt ist aber erst mal alles wieder in Ordnung. Hoffen wir, dass es so bleibt. Dadurch findet die offene Woche auch nicht wie geplant statt, sondern wird um eine Woche verschoben.

Sa

25

Mai

2013

Museumsnacht 2013

Fussballfinale, Chemnitzmarathon, mäßiges Wetter... vs. Museumsnacht

An diesem Samstag gab es in Chemnitz und im Umland viel zu erleben. Dennoch hieß es am Ende des Tages, als sich die Tore an der Glockenstraße wieder schlossen: 852 Besucher! Was für ein Erfolg! Dem Grabungsteam strahlte großes Interesse entgegen, viele Fragen wurden gestellt und man staunte über die Chemnitzer Schätze. Wir bedanken uns bei den Studenten, die die zahlreichen Fragen beantworteten und damit begannen, die Oberfläche zu reinigen. Der Freundeskreis des Museums für Naturkunde unterstützte mit Speis und Trank. Die wochenlangen Vorbereitungen haben sich gelohnt – Wir konnten die Chemnitzer begeistern.

 

Und wer aufgrund der vielen Angebote nicht dabei sein konnte, der kann uns zu unserer Aktionswoche vom 11.-16. Juni besuchen.

 

Mi

24

Apr

2013

Schlamm ade!

Weg mit dem Dreck.

Jetzt geht’s der „Gummistiefel-Ära“ an den Kragen. Die Mitarbeiter von Tiefbau Böhm befestigen die Oberfläche auf unserem Gelände, legen Wege an und schaffen eine Abstellmöglichkeit für einen Abrollcontainer in der Einfahrt. Es geht zügig voran und es ist die reine Freude sich hier endlich trockenen Fußes bewegen zu können. Geländer werden gebaut und die Informationstafeln aufgestellt, denn bald kommen die ersten Besucher! Zur Museumsnacht wollen wir schon einmal unsere Tore öffnen, offizieller Grabungsbeginn! Für Juni ist eine ganze Woche „Probeöffnung“ geplant. Willkommen!

Di

02

Apr

2013

Im Winterquartier

Schnee über Schnee ...

Ein Zeitsprung: der Herbst 2012 wurde noch erfolgreich genutzt, um unsere neuen Gebäude wetterfest zu machen. Bereits Ende Oktober bekamen wir den Grund dafür serviert: Schnee! Wir hatten uns entschieden, trotz Kälte auf dem Gelände zu bleiben um weiter voran zu kommen. An diesen Winter werden wir uns wohl noch eine ganze Weile erinnern, es war der längste und schneereichste seit langem und so blieb uns oft nur der Innenausbau der Hütte und Werkstatt. Unser Zelt musste fast täglich vom Schnee beräumt werden. Es blieb jedoch noch Zeit, sich mit den Fossilien zu beschäftigen.Website und Facebook-Seite entstehen. Jetzt ist der Schnee endlich weg und es ist Zeit ein ernstes Wort in Sachen Schlamm zu sprechen. Dafür haben wir uns Tiefbau-Profis eingeladen…

Sa

17

Nov

2012

Tag des offenen Fensters

Mal einen Blick durch das Fenster in die Erdgeschichter werfen?

Nach tagelanger Vorbereitung ist es endlich so weit: Das Fenster in die Erdgeschichte öffnet sich für interessierte Besucher. Fast 500 Grabungsbegeisterte fanden an diesem Tag den Weg zu uns, um bei unserer Schlammschlacht mitzuwirken. Da die Geländeoberfläche noch nicht befestigt wurde und es natürlich ausgerechnet die Tage davor regnete, versanken all die schönen Schuhe im tiefen Schlamm. 

Wir präsentierten die bisherigen Funde, die jetzt schon vielversprechend sind und auf spannende Entdeckungen Hoffnung machen. Kinder gleichermaßen wie Erwachsene konnten außerdem echtes, versteinertes Holz finden und natürlich auch als Andenken behalten. Wir als Grabungsteam setzen uns stark dafür ein, das Vorhaben des Projektes darzulegen und die Fragen der Besucher zu beantworten - die zum Glück nicht gering ausfielen! Auch die Presse war mal wieder vor Ort und hat ein schönes Video gedreht.
Der Tag des offenen Fensters ist als kleiner Erfolg anzusehen, der uns dazu motiviert stetig weiter zu arbeiten. Das Interesse der Besucher war sehr viel größer als erwartet.
Dafür noch mal ein herzliches Dankeschön.

 

Mo

01

Okt

2012

Schaffe, schaffe, Häusle baue.

Kindergrabung, Hütte, Werkstatt und noch vieles mehr!

Es geht in die heiße Phase. Kindergrabung, Hütte, Werkstatt und Entwässerung um unser Grabungszelt beginnen zu entstehen. Und es gibt eine fantastische Neuerung: Wir bekommen endlich Strom und Wasser! Die Informationstafeln sind fertig und sehen gut aus. Der Sommer ist drückend heiß und wenn es regnet, dann aber richtig. Die Arbeiten verlangen uns einiges ab. Dennoch ist es schön, zu sehen wie prächtig sich die Dinge entwickeln.

Mo

02

Jul

2012

Praxis!

Die Arbeit ruft.

Zuerst müssen wir uns um das Grabungszelt kümmern. Für eine einzelne Veranstaltung ist es ganz gut geeignet, aber wir werden eine Weile brauchen, um alles auszugraben. Obwohl es der vergangene Winter gut mit uns gemeint hat, hat er dennoch deutlich gezeigt, was es hier noch zu verbessern gilt. Also Aushub vom Fundamentbau raus und los geht’s. Dabei wird das Gestein noch auf Fossilien hin abgesucht. Unser Zaun bekommt ein Banner. Wir bekommen eine Miettoilette. Gut voran gehen die Arbeiten zur Kindergrabung. Ein großes Loch wird gegraben, dabei treffen wir bereits die komplette basale Schichtfolge bis zum ehemaligen Waldboden an. Fossilien kommen häufig zum Vorschein. Das motiviert, aber alles dauert auch länger.

Do

03

Mai

2012

Vorbereitungen

Erst einmal Ruhe auf der Grabung.

Witterungsbedingt (Winter) müssen die Arbeiten auf der Grabung leider erst einmal ruhen. Das trifft sich gut, denn es gibt einiges vorzubereiten. So werden z.B. ein temporäres Zelt für die Kindergrabung und eine elektrische Schubkarre angeschafft. Informationstafeln und die Grabungshütte werden entworfen und weitere Pläne „geschmiedet“. In dieser Zeit entstehen die Kindergrabung und auch die Werkstatt zumindest im Kopf. Nun geht es daran, unsere Ideen in die Realität umzusetzen.

Fr

25

Nov

2011

Ein Fundament für unser Zelt

Das Betonieren beginnt.

Die Besucher unserer Veranstaltung sind erst seit ein paar Stunden weg, da geht es auch schon mit dem Betonieren der Fundamente los. In den Gräben wurden übrigens die ersten spannenden Dinge entdeckt. Der große Stamm wurde an anderer Stelle wiedergefunden und weitere Kieselhölzer wurden geborgen. Die Chance zu einer Entnahme von Gesteinsproben konnte auch genutzt werden.

 

Do

24

Nov

2011

Anwohnerinformation

Bewohner des Sonnenberges herzlich eingeladen!

Das Jahr ist schon weit fortgeschritten, aber wir entschließen uns eine erste Veranstaltung auf dem Gelände durchzuführen. Geladen sind interessierte Bewohner des Sonnenberges aber auch unsere Sponsoren. Bei Bratwurst und Glühwein wird unser Projekt vorgestellt. Die Gräben für das Fundament des Grabungszeltes werden durch Fackellicht illuminiert. Trotz Kälte finden viele Interessierte den Weg auf das neue Grabungsgelände.

 

Sa

01

Okt

2011

Ein Projekt läuft an!

Sponsoren, Förderung und Bewilligung des Antrages.

Es vergehen zwei Jahre. Die Grabung in Chemnitz-Hilbersdorf neigt sich dem Ende zu, während mit Hochdruck am neuen Projekt gearbeitet wird. So bietet die Stadtteilentwicklung auf dem Sonnenberg eine Möglichkeit der Förderung durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Auf diese Weise ließe sich unsere Vision auch finanziell umsetzen. Und es klappt tatsächlich, der Antrag wird im Oktober 2010 bewilligt. Zusätzlich beteiligt sich EinsEnergie als Sponsor für den pädagogischen Teil des Projektes. Die Bauschuttdecke wird beräumt, das Grundstück gekauft und eingezäunt.

Do

01

Okt

2009

Suchschachtung

Geht der Traum vom "Fenster in die Erdgeschichte" in Erfüllung?

Jetzt geht es ans „Eingemachte“. Es soll endgültig festgestellt werden ob das Gelände für ein „Fenster in die Erdgeschichte“ geeignet ist oder nicht. Dazu wird ein Teil des auflagernden Bauschutts entfernt und die Tuffoberfläche gesäubert. Einige Probeschachtungen sollen Klarheiten bringen. Doch die angehenden Geologietechniker um Mathias Merbitz haben es alles andere als leicht. In den beiden zur Verfügung stehenden Wochen gießt es wie aus Kannen und sie finden … Nichts! In den letzten Tagen wird daher eine radikale Entscheidung gefällt: Mit einem Minibagger soll ein tiefer Schurf quer zur Ausbruchsrichtung gezogen werden. Dort finden Sie dann in zwei Metern Tiefe einen mächtigen Stamm mit ca. 65cm Durchmesser. Damit ist endgültig klar: Hier würde unser Traum in Erfüllung gehen können!

 

Fr

18

Sep

2009

Kernbohrung

Wie tief müssen wir graben? Zweiter Schritt: Kernbohrung!

Ein weiterer Schritt der Vorerkundung wird gegangen. Es werden Kernbohrungen auf dem Gelände eingebracht, um die Entwicklung der Schichtfolge genau beurteilen zu können. Aus geologischen Karten geht zwar hervor, dass die Vulkanasche hier ansteht, aber wie tief müssten wir graben? Ergebnis: Alles im grünen Bereich! Der ehemalige Waldboden liegt an der tiefsten Stelle bei ca. 3 Metern unter der Oberfläche.

 

Mi

12

Aug

2009

Geoelektrik - Untersuchung

Lohnt sich das Graben? Erster Schritt: Geoelektrikuntersuchung.

Nach einiger Suche wurde mit dem Areal unter dem ehemaligen Saal des Kinos „Europa 70“ ein hoffnungsvolles Gelände gefunden. Doch immer der Reihe nach, zuerst muss geprüft werden ob sich eine Grabung auch lohnt! Erster Schritt: eine Geoelektrik-Untersuchung. Mit dieser Methode werden elektrische Widerstände im Boden gemessen und räumlich ausgewertet. Auf der Grabung in Hilbersdorf wurden auf diese Weise größere Stämme entdeckt. Leider durchdringt das Verfahren den auflagernden Bauschutt hier nicht, einen Versuch war es dennoch wert.

 

 

Di

01

Apr

2008

Ideen & Visionen

Start der Wissenschaftlichen Grabungen nach dem Versteinertem Wald.

Im April 2008 startet die erste wissenschaftliche Grabung nach dem Versteinerten Wald von Chemnitz durch das Museum für Naturkunde im Stadtteil Hilbersdorf. Bereits nach wenigen Tagen wird deutlich, wie überragend die Fundsituation wirklich ist. Ein 291 Millionen Jahre alter Wald steht unter unserer Stadt noch so wie er damals von einem Vulkan verschüttet wurde. Sensationelle Funde wie Schachtelhalmbäume, Ursaurier, Skorpione und große Wurzelstöcke kommen zum Vorschein. In Anbetracht dessen wird die Grabung statt der geplanten 6 Monate stattliche 4 Jahre dauern, 860 Kisten werden mit Fossilien und Proben gefüllt. Und gleichzeitig wird darüber nachgedacht, ein Gelände zu finden, auf dem die Fundsituation Besuchern dauerhaft präsentiert werden kann. Gar nicht so leicht!

Mi

18

Jan

2017

Puzzlen, kleben, modellieren ...

... viele Knochen, ein Cartoon und Schneechaos.