Mein Praktikum beim Grabungsteam 2018

Nun neigt sich mein Praktikum dem Ende zu… Deshalb gibt es ein paar Zeilen von mir.

 

Ich bin Archäologiestudentin aus Köln und für ein Praktikum im Versteinerten Wald für zwei Wochen ins schöne Chemnitz gefahren. Ich dachte, im Hinblick auf meinen Master in der Quartärforschung und Geoarchäologie, schadet ein kurzer Blick über den Tellerrand nicht, um zu schauen, wie es sich bei den Geologen gräbt. Im Versteinerten Wald bin ich zeitlich gesehen jedoch ein paar (viele) Mio Jahre zu früh, jedoch scheint das Perm ein sehr interessantes Erdzeitalter zu sein.

 

In meinen zwei Wochen hier habe ich so einiges gelernt. Als erstes, wie man meterweise Tuffstein mit einem Geologenhammer abbaut. So konnte ich das Gestein und seine Eigenschaften besser kennen und verstehen lernen. Des Weiteren wurde mir eine grundlegende Einführung in die Gesteinskunde gegeben, denn dies lernen wir als Archäologen ja nicht. Die Unterscheidung zwischen einem Sediment und einem pyroklastischen Gestein verstehe ich zumindest jetzt und konnte schon so einiges einordnen.

 

Bei einer Führung für Kinder konnte ich die museumspädagogische Arbeit kennen lernen und nebenbei das tolle Museum für Naturkunde bestaunen. Gefallen hat mir besonders die Amethystsammlung, welche wirklich fantastisch ist!

 

Meine zeichnerischen Fähigkeiten durfte ich dann bei einer Zeichnung von „Uschi“, einem aufrecht stehenden Stamm, unter Beweis stellen, ebenso wie meine (nicht vorhandenen) mathematischen Kenntnisse, als es darum ging, „Uschi“ mithilfe des gespannten Rasters/Koordinatensystems einzumessen. Weitere Erläuterungen zu dem aufrecht stehenden Stamm folgen hier in Kürze auf dem Blog.

 

In die Präparation konnte ich ebenfalls hinein schnuppern, denn die Bergung von „Mammut“, einem liegenden Stamm, steht an. Das dies so viel Zeit in Anspruch nimmt, hätte ich anfangs nicht gedacht. Zuerst musste eine Holzform passgenau um den ersten Abschnitt des Stamms gebaut werden, in die dann 2K-Schaum hinein gegossen wird. Dieser quillt wirkich sehr schnell auf und bildet am Ende eine schöne Form, in der der Stamm nach der Entnahme hinein gelegt werden kann, um die einzelnen Teile richtig zu positionieren.

 

Zum krönenden Abschluss durfte ich dann noch mein eigenes Kieselholz schleifen und habe eine kurze Einführung in die verschiedenen Baumarten am Mikroskop erhalten.

 

Ich habe meine Zeit hier sehr genossen und werde einiges an Wissen mit nach Hause nehmen.

 

Vielleicht komme ich den Versteinerten Wald ja wieder besuchen?

 

Ich wünsche dem Grabungsteam weiterhin gutes Gelingen!

 

 

Eure Caro

 

 

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