Aus dem Grabungstagebuch ...

Every year the same procedure :D


Und wieder einmal geht ein aufregendes Grabungsjahr zu Ende, in dem der Wettergott uns sehr gnädig war. So konnten wir dieses Jahr bereits im April auf die Grabung und Geländer streichen (ja auch Schuhe und Treppen kann man streichen - wenn auch etwas unfreiwllig :D)  und bauen, was das Zeug hält. Seit Mai diesen Jahres hat die Kindergrabung eine feste Überdachung, die uns im heißen Sommer ein kleines Fleckchen Schatten spendete. Wir durften Alex als Volontärin und Paul als unseren neuen FÖJ´ler begrüßen und Vincent verabschieden. Auch Steffen wird sich im nächsten Jahr anderen Aufgaben widmen, uns im Museum aber erhalten bleiben - eben mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auf jeden Fall hatten wir wieder jede Menge Spaß bei der Arbeit - und das macht das Grabungsteam aus.

In diesem Jahr hatten wir einige Praktikanten auf der Grabung, die uns kräftig unter die Arme griffen. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle nocheinmal!!!

 

Neben zahlreichen bereits in den letzten Jahren durchgeführten Veranstaltungen wie der "Museumsnacht" (05.05.2018) und dem "Tag des Geotops" (16.09.2018), konnten wir dieses Jahr dank der Förderung durch den ESF viele neue Veranstaltungen mit tollen neuen Arbeitsheften auf der Grabung und im Museum für Naturkunde durchführen. Dazu zählen "Ostern im Versteinerten Wald" (29.03.2018), der "Kindertag" (02.06.2018), unsere Teilnahme an der Stadtteilveranstaltung "Hang zur Kultur" (07.07.2018) und natürlich unser breites Angebot in den Sommer- und Herbstferien. Es war uns eine riesige Freude, in so viele begeisterte Gesichter sehen zu dürfen. Wir haben uns sehr über das großartige Feedback der Besucher gefreut - ob Jung oder Alt, die Arbeit mit Euch wird hoffentlich in den nächsten Jahren weiter gehen. Schließlich gibt es jede Menge neue Funde zu zeigen, spannende Grabungsgeschichten zu erzählen und neue Infotafeln zu präsentieren!

 

Neben den zahreichen Besuchern, ist natürlich auch die Grabungsarbeit nicht zu kurz gekommen. Ich sage nur so viel: 5 Container Schutt haben wir dieses Jahr abgebaut und jede Menge Kieselholz gefunden, darunter auch ein vermutlich aufrecht stehender Stamm. Mehr zu unseren spannenden Funden 2018 erfahrt Ihr in unserem nächsten Blogeintrag im Dezember - als Weihnachtsgeschenk sozusagen :D.

 

Auch wenn wir vor der Kälte geflohen sind, bieten wir Führungen im Museum rund um den Versteinerten Wald Chemnitz an. Also schaut einfach mal auf unserer Internetseite vorbei - vielleicht ist ja etwas für Euch dabei.

 

Bis Bald!

Eure Maria

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Das Grabungsteam berichtet über den Tag des Geotops

Als am 16. September Geotope in ganz Deutschland für Besucher zugänglich gemacht wurden, haben wir natürlich auch unsere Tore geöffnet - und wir waren begeistert, denn die Besucher waren begeistert.

 

Unter dem Motto "De Natura Fossilium" haben wir den Chemnitzern Agricolas Arbeit näher gebracht. An Schautafeln konnten spannende Dinge über das Leben und Schaffen des ehemaligen Bürgermeisters von Chemnitz und Begriffsgründers des Wortes "Fossil" herausgefunden werden. Passend zum Thema konnten die Kids in der Kindergrabung nach verschiedenen Schätzen suchen und sich in der fachgerechten Dokumentation ihrer Funde in einem Fundprotokoll üben. Betreut wurden Sie von unserem neuen FÖJ´ler Paul, den wir an dieser Stelle noch einmal herzlich bei uns im Team willkommen heißen wollen :).

 

In unserem "NEUFUNDland" im Grabungszelt konnten wir den Besuchern unsere Schaugrabung und neue Funde zeigen. Toll fanden wir, dass viele Besucher teilweise mehrere Stunden auf der Grabung geblieben sind, um uns einfach nur bei der Arbeit über die Schultern zu schauen. Zum Teil kamen Besucher mehrfach am Tag, um den Arbeitsfortschritt zu sehen. Mit vielen Fragen bereicherten unsere Gäste den Tag und bereiteten uns mit Ihrem großen Interesse Freude an unserer Arbeit. Dabei haben wir an verschiedenen Stationen gearbeitet, an denen zum einen ein neuer, möglicherweise aufrecht stehender Stamm entnommen und dokumentiert wurde und zum anderen ein Schalenmodell zur Entnahme unseres riesigen liegenden Stammes angefertigt wurde. Unterstützt wurden wir auch dieses Mal vom Freundeskreis des Museums für Naturkunde e.V.! Für den kleinen Durst und Hunger haben wir mit Kaffee und Plätzchen ausgeholfen. Für uns war es eine Riesenfreude und ein großartiger Tag, der so in dieser Art und Weise einzigartig ist und an geeigneter Stelle bestimmt widerholt werden wird.

 

Im Rahmen des ESF-Projektes stießen wir auf offene Ohren. Wir sind dankbar für die Zusammenarbeit mit den Besuchern, die letztendlich diejenigen sind, ohne die ein solches Projekt nicht umsetzbar ist. Viele der befragten Besucher teilen unsere Meinung, dass ein solches Format als "Denkanstoß für die allgemeine Achtsamkeit in der Natur und zur Auseinandersetzung mit der regionalen Kultur und Geschichte" verstanden werden sollte. Auch die praxisnahe Umsetzung unserer Arbeit wurde begeistert aufgenommen. Besonders ein Kommentar machte uns sprachlos und zeigt, dass unsere Arbeit sich auf jeden Fall lohnt: "Die bildhafte und lebhafte Darstellung und Umsetzung des Tages und eines jeden Mitarbeiters auf der Grabung zeigt, wie viel Herzblut in die Arbeit gesteckt wird."

 

Mit diesen Worten wollen wir uns an dieser Stelle verabschieden und hoffen einige von Euch in den Herbstferien oder zu anderen Veranstaltungen wieder zu sehen...Horrido & bis zum nächsten Mal!!!

 

Euer Grabungsteam Maria, Alex, Lisa, Ingrid, Steffen, Paul, Mathias, Evgeni, Joachim, Ronny und Ludwig

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Mein Praktikum beim Grabungsteam 2018

Nun neigt sich mein Praktikum dem Ende zu… Deshalb gibt es ein paar Zeilen von mir.

 

Ich bin Archäologiestudentin aus Köln und für ein Praktikum im Versteinerten Wald für zwei Wochen ins schöne Chemnitz gefahren. Ich dachte, im Hinblick auf meinen Master in der Quartärforschung und Geoarchäologie, schadet ein kurzer Blick über den Tellerrand nicht, um zu schauen, wie es sich bei den Geologen gräbt. Im Versteinerten Wald bin ich zeitlich gesehen jedoch ein paar (viele) Mio Jahre zu früh, jedoch scheint das Perm ein sehr interessantes Erdzeitalter zu sein.

 

In meinen zwei Wochen hier habe ich so einiges gelernt. Als erstes, wie man meterweise Tuffstein mit einem Geologenhammer abbaut. So konnte ich das Gestein und seine Eigenschaften besser kennen und verstehen lernen. Des Weiteren wurde mir eine grundlegende Einführung in die Gesteinskunde gegeben, denn dies lernen wir als Archäologen ja nicht. Die Unterscheidung zwischen einem Sediment und einem pyroklastischen Gestein verstehe ich zumindest jetzt und konnte schon so einiges einordnen.

 

Bei einer Führung für Kinder konnte ich die museumspädagogische Arbeit kennen lernen und nebenbei das tolle Museum für Naturkunde bestaunen. Gefallen hat mir besonders die Amethystsammlung, welche wirklich fantastisch ist!

 

Meine zeichnerischen Fähigkeiten durfte ich dann bei einer Zeichnung von „Uschi“, einem aufrecht stehenden Stamm, unter Beweis stellen, ebenso wie meine (nicht vorhandenen) mathematischen Kenntnisse, als es darum ging, „Uschi“ mithilfe des gespannten Rasters/Koordinatensystems einzumessen. Weitere Erläuterungen zu dem aufrecht stehenden Stamm folgen hier in Kürze auf dem Blog.

 

In die Präparation konnte ich ebenfalls hinein schnuppern, denn die Bergung von „Mammut“, einem liegenden Stamm, steht an. Das dies so viel Zeit in Anspruch nimmt, hätte ich anfangs nicht gedacht. Zuerst musste eine Holzform passgenau um den ersten Abschnitt des Stamms gebaut werden, in die dann 2K-Schaum hinein gegossen wird. Dieser quillt wirkich sehr schnell auf und bildet am Ende eine schöne Form, in der der Stamm nach der Entnahme hinein gelegt werden kann, um die einzelnen Teile richtig zu positionieren.

 

Zum krönenden Abschluss durfte ich dann noch mein eigenes Kieselholz schleifen und habe eine kurze Einführung in die verschiedenen Baumarten am Mikroskop erhalten.

 

Ich habe meine Zeit hier sehr genossen und werde einiges an Wissen mit nach Hause nehmen.

 

Vielleicht komme ich den Versteinerten Wald ja wieder besuchen?

 

Ich wünsche dem Grabungsteam weiterhin gutes Gelingen!

 

 

Eure Caro

 

 

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Da war es auch schon wieder zu Ende - das Grabungsjahr 2017

Wieder einmal geht ein spannendes und für das Team aufregendes Jahr zu Ende. Viele neue Gesichter ergänzen das Team und Alteingesessene haben wir dieses Jahr verabschiedet. Für Steffen und mich geht ein Jahr voller neuer Aufgaben zu Ende. Ich selbst habe im Mai angefangen und wurde mit der Museumsnacht ins kalte Wasser geschmissen wie man so schön sagt :). Ich habe viel gelernt, viele sehr schöne Führungen mit kleinen Nachwuchsforschern gehabt und allgemein sehr viel Spaß bei der Arbeit gehabt. Das Team ist einfach nur toll und man kann hier sehr viel Quatsch machen...natürlich kommt die Arbeit nicht zu kurz dabei :D. Unsere Linda hat ihr Jahr als FÖJ hier bei uns beendet, dafür durften wir Vincent bei uns begrüßen. Steffen hat Praktikanten angeleitet (Max Hallfahrt als Wiederholungstäter und Felix Hahn - wir hoffen ihr habt ein bisschen was lernen können;)) und viele organisatorische Dinge auf der Grabung übernommen. Unsere Grabung ist auch nicht zu kurz gekommen und wir konnten unser Grabungsfeld erweitern.

 

Unsere Grabung und vor allem die Pädagogik wird derzeit durch den ESF gefördert - mit dem Ziel der Inklusion sozial benachteiligter Menschen im Fördergebiet und auf dem Sonnenberg. Dadurch ist es uns möglich, einige der Veranstaltungen, die der attraktiven Freizeitgestaltung dienen, kostenfrei anzubieten.

 

Nun ziehen wir über die Wintermonate ins Museum um und werden dort unseren Besuchern weiterhin viele spannende Geschichten über unsere Grabung erzählen und unsere Fossilien-Funde für euch aufhübschen. Wir hoffen, dass ihr uns im Museum besucht und dass wir vor allem den Kids ein bisschen was von unserer Forschung zeigen können.

 

Nächstes Jahr wird es hier auf dem Gelände ein bisschen anders aussehen, denn unsere Kindergrabung bekommt endlich eine feste Überdachung und da freuen wir uns sehr drauf :).

Wenn also der Wettergott uns gnädig ist, sehen wir uns an dieser Stelle ab Mitte April auf dem Grabungsgelände mit vielen tollen Veranstaltungen und vor allem mit der traditionellen Grabungsauftaktveranstaltung - der Museumsnacht am 05.Mai 2018 - wieder.

 

Bis dahin, eure Maria

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Tag des Geotops 17.09.2017

In diesem Jahr öffneten wir nach einjähriger Abstinenz wieder unsere Tore zum Tag des Geotops. Zahlreiche Chemnitzer verschafften sich einen genauen Überblick über die Grabungssituation auf dem Sonnenberg. Ebenso konnten wir viele bekannte Gesichter in Person von ehemaligen Praktikanten und Mitarbeitern begrüßen. Ihren Abschluss fand der Gang über das Grabungsgelände bei Kaffee und Gebäck, während unsere Nachwuchsforscher die Kindergrabungsstätte genauer inspizierten.

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Ende ...

... Gelände.

 

Ja, jetzt ist hier auch für mich Schluss. Und ich weiß gar nicht so richtig was ich jetzt schreiben soll. Zu meinen Beweggründen jedenfalls nichts. Den Griff in die „Philosophiekiste“ verkneife ich mir auch mal. Aber bedanken möchte ich mich:

 

Bei meiner Familie. <3

 

Bei etwa 300 Schülern, Studenten, Helfern, FÖJlern, Volontären und Kollegen welche mich in den vergangenen zehn Jahren als „Sklaventreiber“ auf Grabungen erdulden mussten. Vergebt mir. Auch wenn es vielleicht anders bei Euch ankam, mir persönlich war es eine große Ehre mit Euch zu arbeiten. Wir haben als Team Großartiges erreicht, uns weiterentwickelt, Fehler gemacht und daraus gelernt. Darauf können wir sehr stolz sein. Ich bin es jedenfalls. Leider waren es für mich auch über 300 Abschiede.

 

Bei meinen Kollegen im Museum für Naturkunde Chemnitz. Speziell bei Mathias Merbitz und Volker Annacker. Nicht immer einer Meinung zu sein, hält eine gute Freundschaft aus. Wir sind zusammen durch manche Sch… gegangen. Das werde ich nie vergessen.

 

Bei vielen tausend Besuchern, die sich mein „Geschwafel“ anhören mussten. Euer Interesse hat mich immer motiviert.

 

Und bei allen hier Ungenannten, die wissen dass sie gemeint sind. Weil sie dabei waren.

 

Dem zukünftigen Grabungsteam wünsche ich Glück im Kampf. Passt auf euch auf!

 

Ralph Kretzschmar

 

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Museumsnacht 2017

Was bisher geschah...

Bei guter Laune und großartigem Wetter waren von 18-22 Uhr erneut einige Nachteulen auf dem Grabungsgelände unterwegs. 842 Besucher, darunter große als auch viele kleine Fossilienjäger zeigten sich mit außerordentlicher Begeisterung zu erkennen. 

 

Unsere Gäste durften nicht nur wieder einen Blick in das Grabungszelt erhaschen sondern auch ein Modell der alten Grabung bestaunen, bei der Modellierung unseres Liebespärchen Jogi und Birgit zuschauen – 2 Skorpione die ebenfalls auf der Hilbersdorfer Grabung gefunden wurden- und unseren Präparator live bei der Arbeit beobachten.

 

Und auch die Nachwuchsentdecker konnten in der Kindergrabung wieder eine ganze Menge  aufspüren.

 

 

Zusammengefasst: Es war ein wirklich gelungener Abend an dem nicht nur die Besucher Spaß gefunden hatten. Bei den vielen Löchern die uns in den Bauch gefragt wurden konnten wir diese natürlich auch wieder füllen. Hier nochmal ein dickes Danke an den Freundeskreis, der mit Speis und Trank versorgte und an alle freiwilligen Helfer die uns zur Museumsnacht so tatkräftig unterstützt haben.

 

 

Wir freuen uns auf nächstes Jahr aber jetzt sagen wir erstmal: Gute Nacht ;)

 

 

 

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Puzzlen, kleben, modellieren ...

... viele Knochen, ein Cartoon und Schneechaos.

 

Hier ein Lagebericht aus unserem Winterlager. Schon im Herbst hatten wir begonnen, an den Funden aus dem Waldboden vom Schurf an der Rampe (2015) zu arbeiten. Es kamen unter anderem ca. 100 kleine Knochen- und Zahnreste zum Vorschein, welche alle dokumentiert wurden. Daraus entstanden ein Report für Wissenschaftler, die sich mit solchen Dingen beschäftigen und natürlich der letzte Blogeintrag.

 

Die 2016 geborgenen Fossilien wurden zusammengebaut, insofern sie nicht noch trocknen müssen. Die Funde waren zwar nicht besonders gut erhalten, aber dennoch spannend. Ein Cordaitenblatt-Fund ist z.B. an sich nichts ungewöhnliches, wenn man ihn im Blatthorizont (LE2b) macht. Dieses Blatt allerdings lag in der Schicht, die von einer Glutwolke abgelagert wurde (LE3) und war mehr als 36cm lang. Normalerweise wäre zu erwarten, dass ein „Pyroclastic Flow“ kurzen Prozess mit einem solchen Blatt macht. Und witzigerweise lässt sich diese Zerstörungskraft auch direkt am Nachbarfossil beobachten. Offenbar handelt es sich dabei um einen längs aufgespaltenen Cordaitenast. Da gibt es wohl für die Wissenschaft noch einiges zu grübeln. Schaut Euch die Fotos an, vielleicht habt Ihr ja eine Idee? ;)

 

Und dann gibt es natürlich noch „Altlasten“. Wir haben uns an den großen Stamm („Mammut“) gewagt und einen Abschnitt entnommen. Dieser wurde zu Testzwecken zusammengebaut. Offenbar läuft eine horizontale Scherfläche durch das Kieselholz, was die Sache insgesamt erschweren wird. Überraschenderweise ist der Stamm auch nicht so kompakt wie er in der Grabung aussieht, sondern weitgehend hohl. Spannend, aber das wird echt tricky! Nächster Präparationskandidat: „Cordi“, Ihr erinnert Euch? Seit über zwei Jahren liegen die Tuffschalen-Puzzle und Kieselholzreste nun schon in unseren Kisten. Jetzt endlich konnten sie zusammengebaut werden. Zum Vorschein kommt ein Kieselholzast, der seinen üppigen Informationsgehalt erst in Abguss und Rekonstruktion zeigt. Ein super Exponat für Besucher! Aber seht selbst.

 

Momentan geizt Frau Holle ja nicht gerade mit weißem Pulver. Für Kinder die reinste Freude, für den Rest wird es bei etwa 40cm Schneehöhe schon etwas anstrengend, nicht nur auf der Straße. Natürlich muss das Grabungszelt beräumt werden, was recht schweißtreibend ist und jeweils etwa 3-4 Stunden dauert. Wenigstens hat sich diesmal der Einbau der Winterstützen gelohnt. Langsam wissen wir nur nicht mehr wohin mit dem vielen Schnee.

 

Demnächst geht es für Ralph noch mal ins Museumsmagazin auf eine Inventarisierungsrunde und Linda schraubt an ihrem Cartoon weiter. Um was es sich dabei handelt, wird heute mal noch nicht verraten. Na ja und dann wird es sicher auch irgendwann wieder Frühling und alles beginnt von vorn.

 

 

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Best of Bones and Merry Christmas

Ho Ho Ho *<:-)

Zum offiziellen Winteranfang haben wir hier eine kleine Auswahl an fossilen Resten für euch zum bestaunen. Es sind unter anderem Pflanzen- als auch Knochenreste dabei, die im Sommer 2015, auf dem Grabungsgelände entnommen wurden.

Und natürlich wünscht euch das ganze Grabungsteam eine beschauliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in's neue Jahr ;)

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Last ...

... but not least.

 

Und da war die Clara weg. :(

Willkommen im Team, Linda! :)

 

Und wie sich das so gehört, geht es am ersten Tag auch schon richtig zur Sache. Die Bauarbeiten auf der Grabung starten gerade, also werden das Vorzelt und die Infotafel auf der Südseite kurzerhand demontiert.  Dann geht’s los für die Jungs von der Baufirma. Es sind immerhin knapp 600 Pflanzkübel und über ein Dutzend Gabionen zu setzen, eine sportliche 6 Wochen-Herausforderung!

 

In der Zwischenzeit „vergnügen“ wir uns mit dem Abbau und der Dokumentation der basalen Schichten in Sektor I. Der reichliche Quadratmeter ist sicherlich kein Quantensprung in Sachen Materialabbau, dafür aber eine dokumentarische Herausforderung. Wieder finden wir Dinge, die wir so noch nicht gesehen hatten. Was das genau ist schauen wir uns im Winter an. Immer wieder sind Flächen zu messen, da wir in dem Bereich bis zum Waldboden durch alle unteren Schichten gehen. Im „Blatthorizont“ wird’s dann spannend. Hier liegt ein kleiner, verkieselter Schachtelhalmstamm mitten in der Schicht. Ob da noch Abdrücke von ansitzenden Zweigen und Blättern oder gar Zapfen zu finden sind, wird sich zeigen. Vorsichtshalber haben wir wirklich alles eingepackt und dabei gleich noch eine weiterentwickelte Entnahmeprozedur ausprobiert.

 

Und was rumort da in der Präparation? Wir konnten Jörg für die Einrichtung eines Stichelarbeitsplatzes und einer Sandstrahlkabine samt Absaugung und Kompressor mit Schallschutzkabine gewinnen. Im nächsten Jahr könnte es also Präparationen unter den Augen der Besucher geben! Und dann lief uns noch Michael Stache von der Uni Halle über den Weg. Der junge Mann beschäftigt sich intensiv mit 3D-Scans. Erste Tests mit seinem Handscanner verliefen mehr als zufrieden stellend. Ich fürchte wir brauchen auch so ein „Ding“. ;)

 

Der „Nebenbei-Rest“ war mannigfaltig: Infotafel für das Lithophon und neue T-Shirts entwerfen, Waldboden durchklopfen, Knochen- und Wurzelfunde nummerieren/dokumentieren, Kindergrabung für den Winter abdecken, Zelte abbauen und einlagern, Winterstützen im Grabungszelt einbauen und die vielen, vielen kleinen Dinge rundherum. Und dann gab es noch die Sachen, die wir schon immer mal machen wollten, die aus Zeitgründen aber immer „hinten runter“ gefallen sind. So entstand die „Wall of Fame“ dank Linda und Marcel als verstetigte Erinnerung an unsere ehemaligen Teammitglieder. Mit Bilderrahmen aus Materialien des Grabungsalltags. Wundervoll!

 

Nun gut. Die in vielerlei Hinsicht merkwürdige Saison ist vorbei und wir ziehen wieder ins Winterlager um. Ein schnell nahendes Highlight wird die neue Sonderausstellung „Rock Fossils“ im Museum, bei der unsere Hilfe benötigt wird. Wie es danach weitergeht, könnt Ihr dann in unserem Blog lesen. ;)

 

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FÖJ-Projektreport

Clara am Ende. ;)

 

Bevor morgen mein FÖJ endet, will ich mich zum Abschluss noch einmal melden. Wie jeder FÖJ’ler hatte auch ich ein Jahresprojekt. Ich habe einen Teil einer „Blatthorizont“-Fläche bearbeitet, vom Puzzeln und Kleben über die Präparation bis zum Bau von Transportböden.

 

Angefangen habe ich mit Puzzeln im November 2015 und die letzten Dokufotos habe ich jetzt im August 2016 gemacht, es war also ein sehr ausdauerndes Thema.  ;-) Der „Blatthorizont“ entstand während des ersten Aschefalls beim Vulkanausbruch; dabei sind alle (?) Blätter von den Bäumen gerissen, luftdicht mit Asche bedeckt und versteinert worden. Die von mir bearbeitete Fläche wurde letztes Jahr im Mai entnommen und gesäubert,  ist  etwa 1m² groß und in vier Teilflächen unterteilt.

 

Zu Beginn des Puzzelns, wenn noch viele große Stücke da sind, die auch gut zusammenpassen, macht es Spaß, da man einen Fortschritt sieht, aber wenn sie immer kleiner werden und nichts mehr wirklich passen will, kann es ziemlich mühevoll werden. Doch irgendwann hat man’s geschafft und die Fläche ist fertig gepuzzelt und zusammengeklebt. Dann habe ich mit dem Füllen der Unterseiten weiter gemacht, damit die Stücke stabiler werden. Das war zumindest die Theorie, leider hat es in der Praxis nicht ganz so gut funktioniert. Nachdem  ich das Füllen für beendet erklärt hatte, fing ich an zu präparieren.  Das war nach dem mühevollen Füllen und dem unendlichen Puzzle eine spannende Abwechslung,  für die ich viel Geduld und Fingerspitzengefühl brauchte. Mit Druckluftsticheln habe ich die Blätter, die im Tuff eingebettet sind, freigelegt. Meistens sind das Cordaiten-Blätter, einige Schachtelhalmblättchen waren auch dabei. Das Präparieren hat, genauso wie das Puzzeln, viel Zeit in Anspruch genommen, da man immer durch ein Mikroskop gucken und sehr genau und vorsichtig arbeiten muss. Eine sehr staubige Angelegenheit. Nach der Präparation mussten noch Transportböden für die Flächen gebaut werden, damit ich sie zum FÖJ-Abschlusstag gestern mitnehmen konnte. Für die Bodenform habe ich Theaterbauschaum benutzt, aber der Bau ist sehr aufwendig und muss für andere Flächen und Stücke vereinfacht werden. Zum Schluss mussten nur noch Abschlussfotos gemacht werden, jetzt ist mein Projekt fertig.

 

Es war eine sehr viel Geduld benötigende, aber auch sehr spannende Aufgabe, da ich zu Beginn nicht wusste, was sich in den Steinen verbirgt und bei jedem einzelnen Schritt etwas Neues entdecken konnte. Ich habe natürlich auch jeden Schritt protokolliert und das hilft dann hoffentlich bei der Bearbeitung der nächsten Blatthorizontfläche.  ;-)

 

Clara

 

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Die Bretter...

... die's im Zelt bedeuten.

 

Die Museumsnacht ist vorbei und es zieht etwas Ruhe ein. Naja, wir waren nicht ganz untätig. Einerseits zwingt uns das sprießende Grün permanent in die Knie, um mal noch ein Wortspiel zu bemühen. Andererseits gibt’s wie immer was zu bauen.

 

Irgendwie liegt es wohl an der Witterung, dass das Grünzeug so gut wächst. Leider sind es (erstens) die falschen Pflanzen und (zweitens) die falschen Orte an dem sich die grünen Plagen breit machen. So wird an vielen Stellen Unkraut gezupft, während an anderen Stellen neu gepflanzt werden muss. Eine kleine Entschädigung gab es von wild gewachsenen Walderdbeeren an der Nordböschung, welche vorzüglich mundeten.

 

Ja, und nebenher war es Zeit, unser Grabungsfeld etwas aufzupeppen. Der große Schurf wurde endlich verfüllt und wir haben uns um die Entwässerung gekümmert (das klingt hier irgendwie zu einfach, merke ich gerade ;-P ). Um alle restlichen Lampenabdeckungen anzubringen, musste noch etwas Tuff entfernt werden, was unseren ersten Container in diesem Jahr ganz gut gefüllt hat. Eine um das Grabungsfeld laufende schwarzgelbe Linie zeigt jetzt genau an, wo man laufen darf und wo nicht. Dann noch ein wenig am Laufsteg in der Grabung gewerkelt (Bretter, Bretter, Bretter!) und zack: sind wir für die Zukunft erstmal gerüstet.

 

Was war noch? Ach ja. In diesem Jahr gibt es leider keine Grabungssaison mit Praktikanten, auch die Öffnung für Besucher am Tag des Geotops steht auf der Kippe (mehr dazu dann auf der Website und bei Facebook). Auf dem Gelände werden ein paar Bauarbeiten stattfinden, welche vor allem eine Böschung nördlich vom Zelt und die alte Kinomauer betreffen. Die muss jetzt endlich mal stabilisiert werden, bevor jemand zu Schaden kommt. Dafür gab‘s und  gibt’s natürlich noch einiges vorzubereiten. An unseren Funden bleiben auch noch ein paar Sachen zu tun und irgendwann wird uns sicher auch die Lust aufs Eimerschleppen packen. Langweilig wird’s also nicht wirklich. ;-)

 

Ralph

 

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Museumsnacht 2016

ein Rückblick.

 

Der Winter ist ja nun endgültig vorbei, was man an all dem Grün unschwer erkennen kann. Nach einem kleinen „Inventarisierungs-Intermezzo“ im Museumskeller (März/April) hieß es daher: Nix wie raus zu unserer Lieblingsgrabung! Also alles zusammengepackt und los. Unterstützung gab es von Max, unserem Schülerpraktikanten. Infotafeln anbauen, Winterstützen raus, Lithophon bestücken, Kindergrabung aus dem Winterschlaf erwecken und vieles, vieles mehr war zu erledigen. Zur Belohnung durfte Max auf Knochensuche im Waldboden gehen, was er dann auch erfolgreich tat.

 

Ja, und dann ging es schon an die Vorbereitung zur Nacht der Nächte. Wir hatten uns vorgenommen, unseren Besuchern einmal die Grabungsrealität zu zeigen, sprich wie es hier aussieht wenn wir grad am buddeln sind. Bilder sagen ja mehr als tausend Worte, also schaut Euch an wie es geworden ist. In der Präparation wurde der Arbeitsstand zu Claras FÖJ-Projekt gezeigt. Die schon ziemlich umfangreich präparierte Blatthorizont-Fläche wurde allseits bestaunt. Und auch die Kids konnten sich austoben, denn die Kindergrabung wurde nun doch geöffnet und von Clara und Ingrid super betreut. Dem Hunger und Durst hatte der Freundeskreis des Museums wieder mit Bratwurst, Bier & Co. den Kampf angesagt. Lecker, lecker! Ein großes Dankeschön an dieser Stelle!

 

Apropos: Bedanken möchten wir uns auch bei 555 äußerst wissbegierigen Besuchern. Es ist immer wieder ein Genuss mit interessierten Menschen über unser Projekt zu plaudern. Erstaunte Blicke sind mehr als nur ein guter Lohn für unsere Arbeit. Und Dank auch an Max und Nils, unsere Praktikanten von vorigem Jahr. Es war ein sehr, sehr netter Abend mit Euch allen! ;-)

 

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Frühling!

frisches Grün im Bilde.

ohne Worte! ;)

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Pustespore

Im Steinwald.

Ein Film zur Präparation im Labor. In Erinnerung an Peter Lustig.

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Winterlager 2015/16

Ran an die Funde!

 

Und zack sind schon wieder 4 Monate vorbeigezogen seit dem letzten Logbuch-Eintrag. Wir schreiben das Jahr 2016. Gar nicht so einfach, sich an alles zu erinnern. Ein Versuch. Nach unserem Umzug ins Winterquartier (PRC) ging es erst mal noch an den Abbau der Kamtschatka-Ausstellung im Museum, was  recht zügig abging. Dann musste noch unser Infostamm repariert werden. Eines der Höhlenfenster war leider zum Vandalismus-Opfer geworden, unser kleiner  Saurier wurde dabei gestohlen. Eine Frechheit, aber wir waren vorbereitet. Dank Martins Vorbereitungen ging die Scheibe gut zu wechseln. Und letztlich hieß es im PRC noch „gründlich aufräumen“. Hochregale wurden aufgebaut und so kann man sich jetzt endlich wieder bewegen im Kistenlager.

 

Dann war es soweit. Endlich konnten wir beginnen, den großen Berg an Funden, der seit Jahren immer größer wird, „abzuarbeiten“. Clara hatte sich für eine „Blatthorizont“-Fläche als FÖJ-Projektarbeit entschieden und stürzte sich frohen Mutes in die Arbeit: Puzzeln, Kleben, Ergänzen, Sandstrahlen, Sticheln, Dokumentieren, Zeichnen, Beschriften etc. pp. Bis zur Fertigstellung wird es noch ein bisschen dauern, aber es sieht schon sehr gut aus. Nebenbei interessiert es uns schon, an was wir da eigentlich rumpräparieren und wie die Pflanzen aussahen, als sie noch gelebt haben. Bei Gedankenspielen bleibt es nicht und so entstehen Skizzen oder auch mal ein einfaches Modell. Naja seht selbst, wie wir uns „Cordaites“ vorstellen.

 

Nebenher ging es nicht nur dem Schnee auf dem Zeltdach, sondern auch den Gesteinsproben an den Kragen. Es wurden alle dieser Stücke gesichtet, nummeriert, fotografiert  und gegebenenfalls gereinigt. Für jede Probe wurde ein Dokument erstellt, welches ausgedruckt einen schnellen Überblick über das Material ermöglicht. Ziel ist es, unsere Daten und Funde möglichst übersichtlich und kompakt für die Forschung verfügbar zu machen. Für unsere 106 Gesteinsproben ist das nun fertig, als nächstes sind die Fossilien dran. So wird eine Art „Bilderbuch“ entstehen, welches zukünftig auch für unsere Besucher interessant sein dürfte.

 

Apropos Besucher. Die Grabung wird auch 2016 wieder nur zur Museumsnacht und zum Tag des Geotops geöffnet sein. Der ESF-Projektantrag wurde neu gestellt, mit einem Beginn ist nicht vor 2017 zu rechnen.  Wir werden die staunenden Kids in diesem Jahr vermissen. :-(

 

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Ende der Grabungssaison 2015

Uns geht kurz die Puste aus.

Und da ist sie auch schon wieder vorbei, die Saison 2015. Wir hatten uns ja eine Menge vorgenommen, letztlich wurde auch viel geschafft. Die Nord-Ecke und ein größeres Plateau in Sektor III und IV wurden abgebaut, eine ordentliche Treppe im Gestein angelegt. Zwischen den beiden Schurfen von 2009 hat sich auch eine Menge getan: Wir erreichten nach vielen Funden die unteren Ascheschichten und kämpften uns bis zum Blatthorizont, der dann auch geordnet entnommen wurde. Jetzt liegt hier erstmals der Waldboden im Grabungsfeld frei. Recht aufwändig waren unsere Schurfsicherungen, welche nun zu unserem Schutz gegen hereinbrechendes Lockermaterial dienen. Leider noch nicht ganz fertig ist eine befestigte „Einflugschneise“ für unsere E-Schubkarre.  Ziel ist es hier, die „Beeinträchtigungen“ des Grabungsablaufs durch Besucher zu verringern. Den Laufsteg werden wir dann im nächsten Jahr fertig stellen und benutzen können. Irgendwie sieht unsere Grabung jetzt auch aus wie eine, worauf wir echt stolz sein können.

 

Als Zusammenfassung ein paar Zahlen. Wir haben knapp 50 Tonnen Tuffgestein abgebaut (die doppelte Menge von 2014!). Dabei wurden 20 Kieselhölzer, etwa 2,5m² „Blatthorizont“ sowie etwa 1m³ Waldboden dokumentiert und geborgen. Obwohl es nur zwei Veranstaltungen gab und keine Führungen angeboten wurden, waren ca. 1750 Besucher bei uns zu Gast, darunter allein etwa 900 Kinder. Unser Internetauftritt und die Grabungsteam-Facebook-Seite erfreuen sich anscheinend großer Beliebtheit (über 6000 Views auf einen der Beiträge und 324 „Gefällt mir“- Angaben).

 

Freitag, 02. Oktober 2015, der Tag des Abschieds. Katharina und Nils hatten ihr Praktikum zu unserer Freude um eine Woche verlängert. Ein 3-Tage-Präparations-Kurs im PRC war noch drin, hier wurde „Mammut“ genauer unter die Lupe genommen, danach noch ein paar Restarbeiten auf der Grabung erledigt. Dann war es soweit. Hinzu kam die Verabschiedung von Franzi am gleichen Tag. Ihr Volontariat war bereits im September ausgelaufen, eine befristete Beschäftigung folgte. Zeit für einen Jobwechsel. Franzi hat die Grabungspädagogik in den letzten drei Jahren quasi allein aufgebaut und durchgeführt, hinzu kamen Veranstaltungsvorbereitung und Öffentlichkeitsarbeit. Kurzum, ein harter Schlag für uns und für Franzi alles andere als eine leichte Entscheidung. Unser „Team“ schrumpft damit auf zwei. Ich fürchte wir waren alle mehr als niedergeschlagen an diesem Tag.

 

Unsere Blogeinträge und Facebook-Posts werden vermutlich in Zukunft etwas spärlicher ausfallen. Wir versuchen mal dran zu bleiben. Jetzt ziehen wir uns ins Winterquartier zurück und gucken, was 2015 so gefunden wurde, da schlummert sicher noch so manche Überraschung. Für die Pädagogik läuft ein Projektantrag beim ESF. Es besteht also noch etwas Hoffnung, dass wir auch 2016 wieder Kinder zum Staunen bringen können. Schauen wir mal.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei unseren Besuchern, Helfern, Lehrern, Erziehern und Kindern für das große Interesse bedanken. Es ist Eure Neugier, die uns antreibt.

 

Franzi, Katharina, Anne, Sarah, Max, Nils, Martin, Niklas! Es war anstrengend, aber eine gute Zeit. Unvergesslich. DANKE!

 

Ralph

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Game of Tuff

Eine kommt, alle arbeiten, einer geht, viele kommen - und das alles ohne Cheats

Unser "Spiel", das GAME of TUFF, läuft ja nun schon seit ein paar Wochen. Ohne Cheats und Lösungsheft kämpft sich das Team Tag für Tag durch zehrende Level. Wir setzen unsere Kämper ihren Skills entsprechend ein, was uns bis jetzt gut voran brachte. Nils, als der Kräftigste, konnte den Quest "Ecke der Ausdauer" abschließen und schaltete eine neue Aufgabe "Geheimnisvolle Bleichungszone" für das nächste Level frei. Anne ackert weiterhin an der Herstellung einer Treppe, um die Kämpfe und Rückzüge in den nächsten Leveln zu erleichtern. Außerdem bekam das Spielfeld weitere Upgrades: Die Schurfsicherungen und die Lampenabdeckungen.

In einem Nebenquest, einer Exkursion in Zeisigwald, Museum, Aufschluss und PRC bauten wir unsere Skills aus und sammelten Hinweise, um gestärkt wieder angreifen zu können, jedoch mit einem Mitstreiter weniger - seine Zeit hier war abgelaufen. Zum Glück hatten wir unser Team rechtzeitig mit Clara verstärkt, die Ihre besonderen Fähigkeiten unter anderem am "Tag des Geotops" unter Beweis stellte. Auf diesen Quest bereitete sich das Team gemeinsam gut vor und konnte so die Aufgabe im ersten Anlauf gut meistern. Neue Funde wurden präsentiert und Besucher verließen unser Spielfeld zufrieden und gut informiert. Außerdem bildeten wir gute Nachwuchsspieler in unserer Sandbox aus.

Nach nunmehr 35to Gesteinsmaterial -Tuff und Kieselholz - speichern wir ab!


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Prothallium, Analogmais ...

... und andere Merkwürdigkeiten.

Los geht’s mit dem fröhlichen Tuffabbau. Wir wollen eine größere „Abtreppung“ zum bisherigen Grabungsfeld anlegen. Dabei kommen etwas überraschend erste, kleinere Funde zum Vorschein. Soweit oben hatten wir diese nicht erwartet, es erhöht aber die Motivation. Insgesamt läuft es gut, in zwei Wochen wurden ca. 15to Material in den Container gebracht, zum Vergleich: In der kompletten Grabungssaison 2014 waren es ca. 25to!

 

Nils baut eine Ecke Tuff neben dem großen Stamm ab, zur Sicherung von „Mammut“ wurde ein kleiner Schutzwall gegen herabfallendes Gestein errichtet. Leider findet Nils in der Ecke gar nichts, was ihn auch nachts anscheinend nicht loslässt. Im Traum erschienener, verkieselter Mais (Analogmais) gehört seither auch zum Grabungsalltag.

 

Leider gehört zu diesem auch die anhaltende Hitze. Immer wieder müssen wir uns in kühlere Gefilde zurückziehen, da es im Zelt nicht auszuhalten ist. Aber es gibt ja auch draußen genug zu tun: Funde säubern, puzzeln, einlagern, Waldboden durchklopfen etc. pp.. Im Gegensatz zu uns scheinen sich einige Gewächse in der feuchten Wärme des Schurfes außergewöhnlich wohl zu fühlen. Darunter kleine Farne, welche so ähnlich an dieser Stelle schon vor 291 Mill. Jahren wuchsen. Und so können wir den Generationswechsel der Sporenpflanzen samt Prothallium live mitten im Versteinerten Wald betrachten. Das ist doch mal was, oder?

 

 

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Lithofon

Martin's FÖJ-Projekt

Martins Hommage an den Klang!

 

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